Erwartungen zurück geschraubt

Eigentlich wollte der Gastgeber des vorläufig letzten Season-Openings im vergangenen September in dieser Saison in der oberen Tabellenhälfte mitspielen. Doch nach einer ziemlich verkorksten Hinrunde mit nur drei Siegen geht es mittlerweile nur noch darum, die Klasse zu halten. Dafür haben die Chemnitzer im Laufe der Saison personell mächtig aufgerüstet. Trainer Vladimir Ivankovic kann auf einen gleichmäßig gut besetzten Kader bauen, den er in einer Neuner-Rotation spielen lässt.

Herausragende Akteurin ist Nationalmannschafts-Kapitänin Tina Menz. Sie führt das Team nicht nur, mit über 17 Punkten im Schnitt ist sie auch die klar beste Werferin. Neben ihr haben aber noch vier weitere Spielerinnen einen zweistelligen Punkteschnitt. Die erfahrene Amanda Davidson, die seit Jahren zu den besten Dreipunktschützen der Bundesliga zählt, ihre amerikanischen Landsfrauen Molly Schlemer (1,95 m) und April Sykes sowie die Kroatin Marina Dzinic. Fünfte Ausländerin im Team ist die Lettin Liene Priede, die erst seit Anfang des Jahres in Chemnitz ist. Dazu kommen Mary Ann Mihaly, Natalja Bondarenko und Jugend-Nationalspielerin Fine Böhmke, auf die NBO-Trainer Stefan Mienack große Stücke hält.

Zuletzt waren die Leistungen dennoch sehr unkonstant. So standen die ChemCats im letzten Heimspiel gegen Herne ganz kurz vor dem Sieg, verloren dann aber in der Verlängerung. In der vergangenen Woche folgte dann beim Schlusslicht Bad Aibling eine schwache Vorstellung, die mit einer 50:63-Niederlage endete.