Endlich wieder Eishockey in der Arena

Das Eis ist schon bereitet: Stefan Endraß, Daniel Pietta, Pat Cortina und Johannes Partow werben für die Spiele.
Das Eis ist schon bereitet: Stefan Endraß, Daniel Pietta, Pat Cortina und Johannes Partow werben für die Spiele.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach 13 Jahren gibt es mal wieder Eishockey in Oberhausen. Die deutsche Nationalmannschaft testet Sonntag und Montag gegen Russland.

Johannes Partow musste „drei Sekunden nachdenken, vielleicht auch weniger.“ Als der Geschäftsführer der Köpi-Arena vom Deutschen Eishockey-Bund die Anfrage für Länderspiele in Oberhausen erhielt, war die Reaktion zum „Ja“ also recht flott. Danach begannen Arbeiten mit mehr Aufwand: Nach 13 Jahren ohne Eishockey und Revier Löwen in Oberhausen galt es, Eismaschinen und Bande zu reaktivieren. „Dafür haben wir auch ehemalige Mitarbeiter aus dem Ruhestand geholt.“ Die hätten gern mitgearbeitet, um für Sonntag (20 Uhr) und Montag (16.30 Uhr) das Geläuf für zwei Test-Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen die Russlands zu bereiten.

Die deutsche Mannschaft von Cheftrainer Pat Cortina startet damit die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft vom 1. bis 17. Mai in Prag. Oberhausen bekam den Zuschlag als Veranstaltungsort auch, weil die noch laufenden Play Offs um die deutsche Meisterschaft langfristig einkalkuliert werden mussten. Eishockey-Standorte wie Krefeld, Düsseldorf, Köln oder Iserlohn fielen somit aus dem Kalkül. Stefan Endraß, Manager der Nationalmannschaft: „Oberhausen liegt mittendrin und bietet daher ein sehr großes Einzugsgebiet.“

Samstag noch wird James Last in der Arena auftreten, die zwei Tage danach wird’s deutlich kühler in der Halle. Der Kartenvorverkauf für Sonntag sei sehr gut gelaufen, hier werde auch der Oberrang geöffnet. Für Montag ist der Zuspruch geringer. Karten in den meisten Kategorien (siehe Hinweis Textende) gibt es aber noch für beide Tage. Endraß: „Wir sind zuversichtlich, dass wir Sonntag den Länderspiel-Rekord aus Krefeld im Spiel gegen Schweden knacken können. Da waren es 5500 Zuschauer.“

Zufrieden mit dem Kader

Während Partow und seine Mitarbeiter die Organisation in der Halle voran treiben, konzentriert sich Cortina mit Assistent Reemt Pyka auf sportliche Aspekte. Cortina, im Gespräch in der Halle schwer erkältet: „Ich bin zufrieden mit dem Kader. Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und talentierten Spielern. Elf haben bereits eine WM gespielt.“ Debütanten hingegen sind Torwart Mathias Niederberger, Verteidiger Jonas Müller (beide Eisbären Berlin), Oliver Mebus (Krefeld) und Brent Raedeke (Iserlohn).

Cortina hat zunächst einen 25-Mann-Kader für die Vorbereitung nominiert. In den Play Offs sind derzeit noch zehn weitere in Wartestellung. Vor drei Wochen hat Cortina die deutschen Spieler in der NHL besucht, die dort ebenfalls in Play Offs verpflichtet sind. „Wer danach kann, wird uns helfen“, hält er die Teilnahme der deutschen Profis in den Vereinigten Staaten offen.

Zunächst will er sich auf seinen Stamm konzentrieren und mit dem bis zu den Russland-Spielen sechs Trainingseinheiten in Duisburg absolvieren. Cortina: „Der Zeitpunkt für die Spiele gegen Russland ist so gut wie er schlecht ist. Die Erwartungen sollten gegen diese Weltklassemannschaft nicht zu hoch sein. Andererseits werden uns die Test aber auf internationales Niveau führen. Ein perfekter Gegner.“ Die Bilanz aus 106 Spielen in rund 60 Jahren gegen Russland: neun Siege, vier Remis, 93 Niederlagen.

Karten sind in den Kategorien von 24 bis 36 Euro erhältlich unter: www.koenig-pilsener-arena.de, unter www.deb-online.de oder direkt an der Halle.