Eine klare Angelegenheit

Die Alstadener um Tim Dannenberg (Nr. 11) fanden kein Mittel die stabile Abwehr der Klosterhardter Reserve in Gefahr zu bringen.
Die Alstadener um Tim Dannenberg (Nr. 11) fanden kein Mittel die stabile Abwehr der Klosterhardter Reserve in Gefahr zu bringen.
Foto: Herbert Höltgen
Was wir bereits wissen
Contrino gewinnt mit Arminia II verdient mit 4:0 bei seinem Ex-Klub SW Alstaden – Deren neuer Coach Kai Timm musste verletzungsbedingt dreimal wechseln und richtet den Blick zugleich nach vorne

Eines vorab: Guido Contrino hat bei seiner Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte die richtige Kabine genommen. Und seine neue Klosterhardter Mannschaft hat im Lokalduell in Alstaden von Anfang an keine Zweifel aufkommen lassen, wer den Kunstrasen in der Kuhle als Sieger verlassen würde. Mit 4:0 (2:0) gewann die Arminia-Reserve verdient beim Tabellenvorletzten und Contrinos Ex-Klub Schwarz-Weiß Alstaden.

„Ganz ehrlich: So richtig gefreut habe ich mich bei den Toren nicht“, gab der neue Linienchef der Arminen im Anschluss zu. „Ich habe mich nur kurz gefreut und auch nicht so enthusiastisch wie sonst.“ Auf der anderen Seite konnte man den Gastgebern den Willen gewiss nicht absprechen, aber insgesamt fehlte ihnen Sicherheit im Spiel und vorne im Angriff die nötige Durchschlagskraft. Dazu reihten sich immer wieder mal individuelle Fehler ein. „Man hat auch gemerkt, dass wir von der Fitness her nicht auf dem Level sind. Das ist natürlich auch einer unbefriedigenden Vorbereitung geschuldet“, erklärte Alstadens neuer Coach Kai Timm. „Das war ein schwieriges Spiel für uns. Wir mussten verletzungsbedingt dreimal wechseln und haben letztendlich gegen eine bessere Mannschaft absolut verdient verloren.“

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die in grün-weiß gekleideten Gäste nach 15 Minuten mehr und mehr das Kommando. Die Hausherren, die in der Vorbereitung einige Gegentore nach Eckbällen kassierten, gerieten durch einen solchen in Rückstand. Tobias Quast schoss die Ecke, Michél Nienerza schraubte sich hoch und nickte ein (20.). Den zweiten Treffer bereitete Nienerza mustergültig für Maurice Schmidt vor (28.). Unmittelbar nach Wiederanpfiff war die Partie entschieden: Der agile Danny Walkenbach, den die Alstadener auf der linken Außenbahn nie in den Griff bekamen, traf zum 0:3 – wenngleich aus klarer Abseitsposition (47.). Walkenbach war neben Sven Konarski und Cedric Roitzheim einer von insgesamt drei Leihgaben aus der ersten Mannschaft. Von nun an taten die Arminen nur noch so viel wie nötig, das gefiel Contrino gar nicht. „Wir haben nach dem 3:0 mit angezogener Handbremse gespielt, anstatt weiter Tempo zu machen. Der Sieg geriet zwar nicht in Gefahr, aber wir hätten sicher das eine oder andere Tor noch nachlegen können“, kritisierte er. Einen tollen Schuss von Florian Reuschenbach lenkte SWA-„Schnapper“ Dominique Breese an die Latte (60.), der seine Sache super gemacht hat und dem keine Schuld an der Niederlage der Schwarz-Weißen traf. Starke Aktion von beiden Akteuren in dieser Szene. Den Schlusspunkt gehörte Marc-André Schweiger. Der Rückkehrer von Sterkrade-Nord II verwandelte einen von Marc Suchannek an Walkenbach verursachten Foulelfmeter (81.). „Wir müssen uns jetzt einmal schütteln und versuchen nächste Woche die ersten Punkte zu holen“, ging bei Timm der Blick kurz nach Spielende bereits nach vorne.