Ein Ausrufezeichen vor der EM

Joshua Abuaku mit Trainer Heinz-Werner Belke.
Joshua Abuaku mit Trainer Heinz-Werner Belke.
Foto: privat
LAV-AthletJoshua Abuaku läuft die drittschnellste Zeit in Europa über 400m Hürden bei DLV-Wettkampf in Regensburg

Am vergangenen Wochenende folgte Joshua Abuaku wieder einmal einer Einladung des deutschen Leichtathletikverbandes zu einem Nominierungswettkampf zur Sparkassen Gala nach Regensburg. Nur bei diesen Wettkämpfen des DLV hat jeder Leichtathlet die Möglichkeit Qualifikationsvorgaben zu erreichen, die ihn dann dazu berechtigen an WM und EM teilzunehmen.

Hier sind auch alle Bundestrainer der Spezialdisziplinen vor Ort. Mit seiner Zeit von 53,09 Sekunden über die 400 Meter Hürden war Abuaku in der Meldeliste als Zweitschnellster aufgeführt. Aufgrund dieser Zeit wurde die Bahn 4 für Abuaku festgelegt. Die Ausrichtung der Schrittfrequenz der einzelnen Hürdenabstände hatte sein Trainer Heinz-Werner Belke schon im Frühjahr, gegenüber der letzten deutschen Meisterschaft, etwas modifiziert. Dadurch sollte es möglich sein, auch im letzten Teil der Strecke noch genug Reserven zu haben, um in dem vorgegeben Rhythmus durchzulaufen. Dies setzte Abuaku hervorragend um.

Beim Überqueren der letzten Hürde fiel der Blick seines Trainers zur Messanlage, die eine Zeit anzeigte, die für eine gute Endlaufzeit reichen könnte. Mit einem starken Endspurt blieb die Zeit bei 52,01 Sekunden stehen, wurde aber auf 51,97 Sekunden korrigiert. Damit war die Qualifikation zur Teilnahme an der Europameisterschaft im Juli erreicht und die alte Bestmarke um über eine Sekunde verbessert. Mit dieser Laufzeit ist Joshua Abuaku zurzeit Drittschnellster in Europa und lässt für die EM, wenn er gesund bleibt, doch einiges hoffen.