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Dieser Sieg strotzt vor Kraft

19.02.2012 | 15:47 Uhr
Dieser Sieg strotzt vor Kraft
Sarah Austmann (NBO) Basketball NBO gegen Rhein-Main-Basketsl in der Jürissen-Halle in Oberhausen am Samstag,18.02.2012 . Foto Ulla Emig WAZFOTOPOOL

evo NBO gewinnt mit toller Team- und Defensivleistung 81:56 – Jones und Nainima überragend.

Anpfiff zum dritten Viertel, beim Stand von 43:29: Der Tabellendritte Rhein-Main Baskets kommt motiviert aus der Pause, will den Rückstand unbedingt noch kippen und die bis dato hervorragende Abwehr von evo NBO endlich mal knacken. Daraus wird aber nichts, denn die beste Spielerin auf dem Feld, Whitney Jones demonstriert in den ersten zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff das, was die gesamte Mannschaft ausmacht – einen ungeheuren Willen, das Spiel zu gewinnen.

Sie verwandelt die ersten drei Körbe und lässt ihr Team erstmals auf 20 Punkte wegziehen. „Von der ersten Minute an waren wir fokussiert – da kann man wirklich stolz sein“, fasst Henry Canton nach der Partie treffend zusammen, was alle in der Halle dachten.

Ohne die verletzte Birte Thimm, dafür aber mit maskierter Sharon Beld, gab es die wohl beste Leistung des Jahres. Jania Sims, Sarah Austmann, Valerie Nainima, Leonie Prudent und Whitney Jones starteten in die Partie und ließen sich von dem Pressing der Gäste nicht beeindrucken. NBO verteidigte gut und sorgte dafür, dass die Rhein-Main Baskets im ersten Durchgang gerade mal 28 Prozent ihrer Würfe erfolgreich abschließen konnten. NBO zog schon im ersten Viertel zeitweise davon (19:6), musste die Spielgemeinschaft aus Langen aber noch auf 27:21 zum Ende ersten Viertel herankommen lassen.

Entscheidung gesucht

Im zweiten Viertel nahm sich die überragende Jones offensiv etwas zurück, glänzte defensiv und ließ anderen den Vorzug. Jania Sims klaute sich mehrfach den Ball, zeigte gute Körpertäuschungen und auch Carla Bellscheidt zeigte, dass sie aus der Distanz durchaus erfolgreich ist.

„Dann kam die entscheidende Situation“, weiß Julia Gajewski. „Das Spiel hätte da noch einmal kippen können“, ist sie sich sicher. Tat es aber nicht, weil Jones sowie Topscorerin Valerie Nainima evo NBO auf 23 Punkte nach vorn brachten. Dabei war das Spiel der Gastgeberinnen in keinem Fall eine Einzelleistung, doch aus einem starken Team ragten Jones und Nainima dann am Ende doch heraus. Durch diese tolle Teamleistung konnte sich auch Spielführerin Sarah Austmann offensiv weitestgehend zurücklehnen und sorgte mit fünf Vorlagen sowie sechs Ballgewinnen dafür, dass die anderen gut aussahen.

Es hätte wohl noch deutlich mehr Ballverluste beim Gegner gegeben, wenn das junge Schiedsrichtergespann mit seinen Entscheidungen einen etwas klareren Kurs gefahren hätte. Auch schickten die beiden Unparteiischen RMB sehr oft an die Freiwurflinie, an der die Gäste durchaus bewiesen, dass sie ohne enge Deckung und permanentes Stören zielsicher sind (18 von 21).

Doch die Partie war längst zu Gunsten von evo NBO entschieden, so dass auch Christina Krick (zwei Punkte), Julia Simonis (drei Punkte, zwei Rebounds) und Renee Höfels (ein Ballgewinn) ihre Einsatzminuten erhöhen durften. Die Gäste gaben sich mit ihrer ganzen Körpersprache geschlagen und sorgten mit unnötigen Fouls dafür, dass NBO letztlich in wirklich allen statistischen Belangen die Führung übernahm.

Dass mit einem 25-Punkte Vorsprung sogar noch der direkte Vergleich gewonnen wurde, versüßte den gelungenen Einstieg ins Karnevalwochenende zudem.

So sehr, dass Co-Trainer Canton nach dem Spiel hiermit ganz sicher war: „Ob rechnerisch möglich oder nicht – wir steigen garantiert nicht mehr ab.“

Geronimo Köllner

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Kommentare
19.02.2012
21:33
Der schlechteste Mann saß am Mikrofon!
von Schantall | #2

Wie kann man zu diesem Zeitpunkt "Meldungen" zum direkten Vergleich absondern?

Man hatte fast den Eidruck, er hätte langsam und mühevoll dazu gelernt, aber dann dieser Klops!

19.02.2012
17:11
Realistische Einschätzung trotz aller Freude
von Fan-mit-Jahreskarte | #1

Der Sieg ist wohlverdient, der Klassenerhalt gesichert. Ein Grund zum Freuen, vor allem gegen einen solchen Gegner. Aber dennoch sollte man einiges am Spiel kritisch hinterfragen, vor allem mit dem Augenmerk auf die kommende Saison.
„Es hätte wohl noch deutlich mehr Ballverluste beim Gegner gegeben, wenn das junge Schiedsrichtergespann mit seinen Entscheidungen einen etwas klareren Kurs gefahren hätte.“
Herr Kürper hat sich mal von seiner typischen Seiter gezeigt. Das Gespräch mit dem Gäste-Trainer war übertrieben lang, hier sollte besser an einer gemeinsamen Linie mit dem Kollegen gearbeitet werden.
Die beiden Verstärkungen erweisen sich als Glücksgriff, vor allem Jones. Bleibt abzuwarten, wie es mit den beiden im Jahr weitergeht. Almind dürfte wohl kaum zurückkommen, und selbst wenn, ist die Frage, in welcher Verfassung sie sich körperlich wie mental befindet. Hoffentlich wird hier erfolgsorientiert von NBO gedacht.
„Doch die Partie war längst zu Gunsten von evo NBO entschieden, so d

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