Der Pokal kann kommen
21.02.2012 | 16:38 Uhr 2012-02-21T16:38:00+0100
Endrunde in Wasserburg dürfte der Saison-Höhepunkt der evo NBO-Damen werden
Allmählich kann der Fokus verändert werden. Als vor elf Tagen die Auslosung für das Pokal-Halbfinale bekannt wurde, nahm Julia Gajewski dies lediglich zur Kenntnis. Für die Trainerin der Bundesliga-Basketballerinnen von evo NBO hatte der Kampf um den Klassenerhalt in der Liga absolute Priorität. Nach dem überzeugenden Sieg gegen Rhein-Main sollte dieses Thema jedoch weitgehend durch sein, auch wenn sich die Bundesliga in dieser Saison als unberechenbar präsentiert.
Die Angst, das gleiche Schicksal zu erleiden wie die ChemCats aus Chemnitz, die vor drei Jahren als Absteiger das Pokalfinale erreichten, ist nur noch gering. „Wir sind aber noch nicht durch“, hat Gajewski nachgerechnet. In der Tat war der eigentlich gar nicht auf der Rechnung stehende Sieg gegen die Rhein-Main-Baskets enorm wichtig. Denn ansonsten hätte die Partie am kommenden Wochenende in Chemnitz eine vorentscheidende Bedeutung im Abstiegskampf gehabt.
Theoretische Zweifel
Die Sachsen stemmen sich in den vergangenen Wochen recht erfolgreich gegen den drohenden Abstieg. Nach drei Siegen aus den letzten vier Spielen beträgt der Abstand nur noch zwei Punkte auf das Team aus Rotenburg, gegen das es im letzten Saisonspiel möglicherweise zum Abstiegsendspiel kommt.
Die Oberhausenerinnen haben sechs Punkte mehr als die ChamCats auf dem Konto und könnten in Chemnitz alle theoretischen Zweifel am Klassenerhalt ausräumen, auch wenn nach der Gala-Vorstellung gegen Rhein-Main kaum noch jemand an eine ernste Gefahr glaubt.
Die Pokal-Endrunde dürfte somit der Saison-Höhepunkt aus Oberhausener Sicht werden. Unabhängig davon, ob sich das Team sogar noch für die Playoffs qualifiziert, die eine Woche nach dem Pokal beginnen. Am 24. und 25. März hat die Mannschaft um Kapitänin Sarah Austmann die Chance, in zwei Spielen den ersten Titel der 20-jährigen Vereinsgeschichte zu gewinnen. Zwar reist die Mannschaft als Außenseiter nach Wasserburg, doch das hat in dieser Saison nicht viel zu bedeuten.
Halbfinalgegner Osnabrück steht in der Tabelle zwar etwas besser dar und hat mit Emma Cannon eine absolute Top-Spielerin in ihren Reihen, doch das letzte Duell entschieden die Oberhausenerinnen erst vor knapp vier Wochen für sich, was sich als kleiner Vorteil herausstellen kann. Im anderen Halbfinale treffen die Rhein-Main-Baskets auf den Gastgeber, der nicht zuletzt durch den Heimvorteil der große Favorit auf die Titelverteidigung ist. Mit dem Klassenerhalt im Rücken aber kann sich evo NBO schon jetzt auf das Wochenende in Oberbayern freuen.
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