Der Nachbar mit den großen Zielen

Bei den Nachbarn des Herner TC herrschen andere Vorzeichen und auch eine andere Zielsetzung. Wieder einmal muss sich der Kader in der Breite nur vor ganz wenigen Mannschaften verstecken.

Dennoch haben auch die Hernerinnen nach der kurzen Winterpause noch lange nicht zurück in ihren Rhythmus gefunden. Die Partie in der letzten Woche gegen die Chemcats aus Chemnitz ging überraschenderweise in die Verlängerung. Die zusätzliche Spielzeit sollte die Mannschaft von Marek Piotrowski aber nicht aus der Bahn werfen, schließlich sprang am Ende ein weiterer Sieg heraus. Dass es dazu reichte, war einmal mehr Teya Wright zu verdanken. Die US-Amerikanerin beherrschte die Zone zusammen mit ihrer Landsfrau Erica Barnes quasi nach Belieben.

Es war Luxus, dass sich die dritte Amerikanerin, Quenice Davis eine eher durchwachsene Leistung erlauben konnte. Als weitere fleißige Punktesammlerinnen fällt für gewöhnlich neben Ireti Amojo auch noch Emina Karic auf. Die beiden Flügelspielerinnen und die drei US-Amerikanerinnen steuern das Gros an Punkten bei. Dahinter kann Piotrowski auf sowohl junge als auch erfahrene Spielerinnen bauen, die ihm ein Grundgerüst geben, in der manch ausländische Bundesliga-Spielerinnen aus der Rotation fliegen würden.

„Oberhausen gibt immer von Beginn an Vollgas, stellt alle Teams zu Spielbeginn vor Probleme. Da müssen wir konzentriert arbeiten, und uns ihr Tempo nicht aufzwingen lassen, sondern das Spiel diktieren. Das wird ein spannendes Spiel!“, stellt Piotrowski klar. Ob der HTC komplett antreten kann, entscheidet sich kurzfristig, Ireti Amojo konnte erst langsam ins Training einsteigen.