Der längste Tag des Jahres

Thorsten Wagener nach dem Schwimmen beim Ironman in Frankfurt
Thorsten Wagener nach dem Schwimmen beim Ironman in Frankfurt
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Mit Thorsten Wagener, Sven Lawrenz und Stephan Kordel beendeten drei Athleten des Endurance Teams den Ironman in Frankfurt.

Trotz hoher Temperaturen bis zu 39 Grad wagten sich Sven Lawrenz, Stephan Kordel und Thorsten Wagener vom Endurance Team des Oberhausener TV an die Ironman European Championship in Frankfurt. Als ein Ergebnis kann schon vorneweg gesagt werden, sie meisterten diesen Tag mit Bravour.

Leider ist es einigen anderen Teilnehmern in diesem Wettkampf nicht so gut gegangen; 350 der etwa 2500 gestarteten Sportler mussten ärztlich behandelt werden, einige von ihnen auf der Intensivstation. Ein junger britischer Amateursportler starb drei Tage nach dem Wettkampf an den Folgen von Salzmangel, bedingt durch die Anstrengungen bei der Hitze.

Ursprünglich wollten die OTVer als Quartett starten, jedoch musste Markus Althoff auf Grund eines Trainingsunfalls einige Tage vor dem Rennen schweren Herzens auf seinen Saisonhöhepunkt verzichten. Seine Teamkollegen schickten jedoch unmittelbar vor dem Startschuss Genesungswünsche zu ihm in die Heimat.

Neoprenverbot

Der Startschuss für die 3,8 Kilometer lange Schwimmdistanz fiel am Langener Waldsee. Wegen der hohen Temperaturen herrschte ein Neoprenverbot. Nach 1,5 Kilometern Schwimmen folgte ein Landgang, bevor es auf die verbleibenden 2,3 Kilometer Schwimmen ging.

Thorsten Wagener verließ nach 1:11,49 Std. das Wasser und sattelte um auf die 180 Kilometer lange Radstrecke, die sich über zwei Runden mit 1000 Höhenmetern erstreckte. Hier benötigte er 5:39,44 Std. Probleme mit Schaltung und Kette, verursacht durch ein verbogenes Schaltwerk, konnten Wagener nicht aus der Ruhe bringen und er wechselte abschließend in die Laufschuhe.

Die ersten Kilometer lief er zusammen mit Teamkollege Sven Lawrenz, danach trennten sich ihre Wege und Wagener lief die 42,195 Kilometer in 4:20,58 Std. Überglücklich überquerte er in der Altersklasse M40 nach 11:25,16 Std. und einem Platz unter den ersten 600 des Gesamtfeldes die Ziellinie.

Sven Lawrenz hatte die 3,8 Kilometer Schwimmen nach 1:11,39 Std. knapp vor seinem Teamkollegen Thorsten Wagener hinter sich gebracht. Für die 180 Kilometer lange Radstrecke brauchte er 5:43,04 Std. Den abschließenden Marathon auf dem zehn Kilometer langen Rundkurs lief er in 4:51,33 Std. Zum Ironman wurde er nach 11:57,10 Std., als er vor den Augen der angereisten Teammitglieder die Ziellinie überquerte.

Der dritte im Bunde, Stephan Kordel, lief nach 13:20,27 Std. ebenfalls überglücklich über die Zielgerade. Nach dem Schwimmen in 1:37,10 Std. hatte er auf der Radstrecke für die 180 Kilometer 6:23,04 Std. benötigt. Während der abschließenden 42,195 Kilometer in Laufschuhen wurde er von den Anfeuerungsrufen des extra angereisten Supporter Teams Richtung Ziellinie getrieben.

Die Begeisterung über den erfolgreich beendeten Ironman bei erschwerten Bedingungen war bei allen drei Athleten riesig. Mit zu dem guten Ergebnis beigetragen hat sicher die Unterstützung aus den eigenen Reihen, über den sich die Athleten sehr gefreut hatten. Als Überraschung waren einige weitere Endurance-Team-Mitglieder nach Frankfurt gereist, um das Trio auf der Strecke zu unterstützen und zu begleiten.

Für alle Beteiligten war es ein besonderer längster Tag des Jahres, der noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.