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„Den Spielern wieder Freude vermitteln“

14.11.2012 | 15:45 Uhr
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„Den Spielern wieder Freude vermitteln“
Dirk RoversFoto: Birgit Schweizer

Dirk Rovers hat bei seinem neuen Klub Sterkrade 06/07 einiges vor

Die Spvgg. Sterkrade 06/07 dümpelt in der Fußball-Bezirksliga nach zwölf Spieltagen auf dem viertletzten, also auf dem ersten direkten Abstiegsplatz, mit zwölf Zählern herum. Dabei sind die Tackenberger angesichts gestandener Neuzugänge wie Serhat Erdogan (TV Jahn Hiesfeld), Danny Buttenbruch (Vogelheimer SV) oder Maik Kusenberg (Sterkrade-Nord) optimistisch in die neue Saison gestartet. Aber gerade in den Lokalduellen sahen die „Blauen“ bislang schlecht aus – sechs Spiele, sechs Niederlagen. Nach einem 1:7 gegen Blau-Weiß Oberhausen warf Trainer Jens Szopinski am 21. Oktober das Handtuch. Das Debüt seines Nachfolgers Dirk Rovers ging am Sonntag mit einem 0:2 bei Arminia Klosterhardt II in die Hose, wenngleich die Sterkrader sich schon gefestigter präsentierten. Das nahm die Sportredaktion zum Anlass, sich mit dem neuen Übungsleiter am Dicken Stein zu unterhalten.

Willkommen zurück in Oberhausen, Herr Rovers. Ihre Premiere ging am Sonntag zwar mit 0:2 verloren aber sie konnten durchaus einige positive Ansätze sehen. Was gilt es bei ihrer neuen Mannschaft zu verbessern? Wo wollen Sie den Hebel ansetzen?

Dirk Rovers: Zunächst einmal können wir nicht alles übers Knie brechen, denn sonst überfordern wir die Mannschaft. Es sind viele Kleinigkeiten, die es zu verbessern gilt und die in die Summe einfließen, die letztlich viel ausmacht. Ein Punkt ist sicherlich die Abwehrarbeit (Anm. d. Red.: 06/07 hat bislang die zweitmeisten Gegentore der Liga bekommen). Wir müssen einfach kompakter stehen und dürfen nicht zu weit vorrücken. Aber da habe ich bereits nach dem Spiel am Sonntag positive Rückmeldungen, sowohl von unseren Zuschauern als auch von meinen Spielern, bekommen. Das Hauptaugenmerk liegt erst einmal darauf, den Spielern wieder Selbstvertrauen zu vermitteln.

Wie kann es denn passieren, dass Ihre Spieler gerade in den Lokalduellen bislang dermaßen schlecht wegkommen sind.

Zu den vorherigen Derbys kann und möchte ich mich nicht äußern. Insgesamt ist es natürlich ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Gegen die Arminia sah es bereits strukturierter aus und wir haben endlich mal kein frühes Gegentor bekommen. Wir haben dort 75 Minuten lang die Null gehalten. Aber klar, wenn man wieder nach fünf Minuten einem Rückstand hinterher rennt, lässt man als Spieler den Kopf schnell hängen. Gerade dann, wenn wenig Selbstvertrauen da ist. Dann greift schnell ein Rad in das andere, so dass solche Ergebnisse zustande kommen.

Sie sind jetzt mitten im Abstiegskampf angekommen. Wie geht Ihre Mannschaft damit um? Andere Vereine haben sich von Beginn an auf Abstiegskampf eingestellt, Ihre sicher nicht.

Das Ziel des Vereins war, im gesicherten Mittelfeld mit Tendenz nach oben zu landen. Wir hatten auch einige Verletzungssorgen, ohne das als Ausrede zu verwenden. Aber Ausfälle wie die von Marcel Bongers, Dennis Pawellek oder Daniel Teresiak fallen schon ins Gewicht. Meine Aufgabe ist es nun, den Spielern wieder Freude zu vermitteln. Denn nur über Freude gewinnt man Selbstvertrauen zurück und dann nimmt man als Spieler auch taktische Anweisungen an. Meine Devise lautete schon immer: Nur ein zufriedener Spieler ist ein guter Spieler.

Wo landet 06/07 am Ende der Saison? Und planen Sie schon über die aktuelle Spielzeit hinaus?

Ich denke, wir werden am Ende der Saison im gesicherten Mittelfeld stehen. Dazu zählen aber auch einige wichtige Faktoren. Zum Beispiel, dass wir von Verletzungen verschont bleiben. Ich gucke erst einmal bis Saisonende und dann sehen wir weiter. Ich plane immer nur für eine Spielzeit. Das kann für Trainer und Verein nur positiv sein.

Die Fragen stellte Marc Guntermann.

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