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Das Zittern geht weiter

10.06.2012 | 19:50 Uhr

Adler Osterfeld muss nach einem 6:3 über Heiligenhaus in die Relegation

Hängende Köpfe bei den Adler-Spielern und Verantwortlichen nach Spielschluss. Abgestiegen sind die Rothebuscher nach dem 6:3 (3:0) über Schlusslicht Heiligenhaus zwar noch nicht, aber das Ziel Klassenerhalt führt jetzt nur noch über die Relegation.

Der Reihe nach. Adler musste zunächst einmal seine Hausaufgaben machen und drei Punkte gegen das bereits abgestiegene Heiligenhaus einfahren, ehe sich die Konzentration auf die anderen Plätze richten konnte. Nach einer durchaus überzeugenden ersten Halbzeit und einer komfortablen 3:0-Halbzeit-Führung nach Toren von Tobias Hauner (2) und Routinier Ecevit Bögus schien für die Osterfelder vor den Augen der ehemaligen Adler-Recken Tuncay Aksoy und Christian „Kicki“ Küsters alles nach Plan zu laufen.

Doch zu Beginn der zweiten Halbzeit machte Adler-Trainer Achim Mawick einen fast folgenschweren Fehler: Er wechselte Ece Bögus aus. Die Abwehr um die Bögus-Brüder Ecevit und Can, die bis dahin sattelfest stand, schwamm nun ein ums andere Male. Binnen zehn Minuten schien das Unmögliche Wahrheit zu werden, denn der Tabellenletzte holte das 0:3 durch drei Treffer von Mark Meijer auf und glich tatsächlich zum 3:3 aus.

Die Zuschauer im spärlich gefüllten Waldstadion Rothebusch waren fassungslos und entsetzt. Aber die Hausherren rissen sich wieder am Riemen. Durch zwei weitere Treffer von Hauner und einen des eingewechselten Abdelaziz Boukdir brachte sich Adler zurück auf die Siegerstraße. Nun richtete sich der Blick auf die anderen Plätze.

Die Schützenhilfe vom Nachbarn Safakspor ging nur teils in Erfüllung: Das 0:0 des TSV in Burgaltendorf reichte für den SV zum direkten Klassenerhalt. Ex-Osterfelder Holger Gaißmayer traf zwar für Vohwinkel, konnte aber die 1:3-Niederlage gegen die SF Niederwenigern auch nicht verhindern, die damit ebenfalls die Klasse hielten.

Durch die Erfolge des FC Kray und des SSVg Velbert in der Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga, steigen nun zwei der drei Viertletzten Landesligisten ab. Das heißt: Der SV Adler spielt Donnerstag auswärts bei TuB Bocholt (Anstoß: 19.30 Uhr). Im Falle einer Niederlage trifft er Sonntag um 15 Uhr dann auf den VfB Solingen.

Gewinnen die Rothebuscher in Bocholt oder spielen sie dort unentschieden, greifen sie erst am 20. Juni wieder ins Geschehen ein. Dann geht es gegen den Sieger zwischen Solingen und Bocholt. Hauner, vierfacher Torschütze des SV Adler, gab zu: „Das haben wir uns selber zu zuschreiben, dass wir nun in die Relegation müssen.“

Marc Guntermann

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