Das Triple vor Augen

Das KTTO weiß um die eigene Stärke, will sich vor der zu erwartenden Kulisse aber nicht selbst im Weg stehen.
Das KTTO weiß um die eigene Stärke, will sich vor der zu erwartenden Kulisse aber nicht selbst im Weg stehen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Rheinlandligafinale findet Samstag in der Heinrich-Böll-Halle statt – KTTO ist dabei klarer Favorit gegen den Bonner TV.

Die Nachwuchsturner des KTTO vom TC 69 haben es in ihren Händen, heute für ein besonderes Turnevent zu sorgen. Im Finale der Rheinlandliga, bei dem alle zwölf Mannschaften der beiden Ligen die Plätze austurnen, geht es für die Oberhausener Truppe in der heimischen Wettkampfhalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule an der Schmachtendorfer Straße um den dritten Titel in Folge.

Nach dem letzten Ligawettkampf mit dem souveränen Triumph gegen Leverkusen gingen die Bundesligaakteure in spe motiviert und konzentriert in die Trainingsphase über die Ostertage. Bei der Aussicht vor heimischer Kulisse zu turnen, wo sich sonst die „Großen“ ihre spannenden Duelle in der Bundesliga liefern, benötigt es kaum noch zusätzliche Motivation durch die Trainer. Trainer Sydnee Ingendorn sieht in diesem Punkt wenig Handlungsbedarf. „Die Jungs kennen die Atmosphäre in unserer Halle bei der Bundesliga und hoffen natürlich auf die gleiche Unterstützung bei ihrem spannenden Saisonfinale.“

Diese geballte Motivation muss eher ein wenig gedämpft werden, damit sich diese nicht negativ auf die Konzentration oder Nervosität auswirkt. Denn der doch ein wenig überraschende Finalgegner aus Bonn hat in diesem Wettkampf nichts zu verlieren. Mit Platz zwei hat der Bonner TV jetzt schon die beste Platzierung seit Jahren erreicht, will sich aber dennoch nicht einfach von der Bodenmatte putzen lassen. Vielleicht ist sogar die Hoffnung da, den großen Favoriten ärgern zu können. Dass das Kunstturnteam als Favorit in diesen letzten Wettkampf geht, steht außer Frage bei den bisher geturnten Punktzahlen.

Sydnee Ingendorn ist sich der Rolle bewusst, will diese jedoch ein wenig dämpfen. „Natürlich gehen wir als Favorit in den Vergleich, weil wir ein unheimlich ausgeglichenes Team sind. Aber, wenn wir unsere teilweise schwierigen Übungen zu oft verturnen, können uns die Bonner ganz dumm aussehen lassen.“ Umso mehr setzt man auf eine große Unterstützung der Oberhausener Fans, die sicherlich den Turnern die zweite Luft verschaffen können. Was sein Team betrifft, so kann Ingendorn aus dem kompletten Kader schöpfen und auch bei diesem letzten Wettkampf wurde die ein oder andere Übung aufgestockt. Erstmals nach seiner Fußverletzung wird Michael Donsbach einen kompletten Sechskampf turnen und damit wichtige Punkte können. Ebenso wird auch wieder viel Verantwortung auf den Schultern von Jacob Guthke, Luca Padalewski und Timo Balk liegen, die nach guten Trainingsleistungen selbstbewusst in den Vergleich gehen werden.

In den weiteren fünf Wettkampfpaarungen geht es um die jeweiligen Plätze, sowie um die Auf- und Abstiege. Der Wettkampfbeginn ist um 14 Uhr und wie sonst auch ist der Eintritt bei einem KTTO- Event frei.