Contrino zurück an alter Wirkungsstätte

Das Hinspiel am Hans-Wagner-Weg gewann überraschend Schwarz-Weiß mit 2:1 – damals noch mit Guido Contrino an der Seitenlinie.
Das Hinspiel am Hans-Wagner-Weg gewann überraschend Schwarz-Weiß mit 2:1 – damals noch mit Guido Contrino an der Seitenlinie.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Arminia-Reserve mit ihrem neuen Übungsleiter zu Gast in der Kuhle – Blau-Weiß im Liricher Derby klarer Favorit gegen die Arminia – Drittes Lokalduell: Adler Osterfeld gegen Concordia 66/71.

SC Blau-Weiß Oberhausen -
DJK Arminia Lirich

Das zweite Liricher Derby steht nach der absolvierter Hinrunde unter klaren Voraussetzungen: Herbstmeister und Tabellenführer Blau-Weiß empfängt den Stadtteilnachbarn, der sich als Drittletzter in akuter Abstiegsgefahr befindet. „Wir sind Favorit. Dieser Rolle wollen wir auch gerecht werden und die drei Punkte an der Tulpenstraße behalten“, gibt Thorsten Möllmann klar voraus.

„Das wird natürlich ein richtig schweres Spiel. Wir müssen alle 100 Prozent geben, sonst wird es schwierig etwas mitzunehmen“, ist sich Christian Kinowski bewusst. „Aber ich weiß, dass meine Jungs richtig heiß auf dieses Derby sind.“ Mit Marjan Jevtic und Niklas Schmidt stehen zwei Spieler auf der Kippe.

Fvg. SW Alstaden 09/36 -
DJK Arminia Klosterhardt II

Geschichten, die nur der Fußball schreibt: In der Winterpause trennte sich Alstaden von seinem langjährigen Erfolgstrainer Guido Contrino, der kurz darauf bei der Arminia-Reserve anheuerte. Im ersten Rückrundenspiel geht es für Contrino direkt zurück an seine alte Wirkungsstätte. „Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass das ein normales Spiel für mich wäre“, gibt der nun in grün-weiß gekleidete Contrino offen zu und flachst: „Ich hoffe, dass ich Sonntag auch die richtige Kabine nehme.“ Ein mulmiges Gefühl, so der 44-jährige, werde er bestimmt haben, wenn er die Kuhle betritt. „Ich treffe dann auf die Jungs, mit denen ich fünfeinhalb Jahre durch dick und dünn gegangen bin.“ Und die dürften gegen ihren Ex-Trainer besonders motiviert sein. Rein sportlich geht es aber hier auch „nur“ um drei Punkte, wobei die durchaus schon richtungsweisend sein können.

Während für die Gastgeber als Tabellenvorletzter „das erste von 17 Endspielen ansteht“, wie es ihr neuer Trainer Kai Timm klar formuliert, könnten die Klosterhardter, die gerade drei Zähler über dem Strich rangieren, einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

Timm selbst lässt das Wiedersehen mit seinem Vorgänger unberührt. „Für mich ist das kein besonderer Reiz. Für meine Spieler vielleicht, ja und bestimmt für den Guido, aber nicht für mich“, erklärt er offen und sachlich. „Für mich zählen ab sofort nur Punkte. Und mich interessiert auch nicht, gegen wen wir spielen oder ob möglicherweise der eine oder andere aus der ersten Mannschaft runterkommt. Wir müssen aus jedem Spiel das Beste draus machen.“

Der neue Übungsleiter in der Kuhle freut sich jetzt einfach auf sein Debüt. „Endlich geht es von der Theorie in die Praxis.“ Bei den Schwarz-Weißen sind die Langzeitverletzten Rob Stebel und Dennis Lendl nicht mit an Bord, während Kollege Contrino mehr Ausfälle zu verzeichnen hat. Dennis Kubitza, Richard Salm, Marc Grzonek sowie Sebastian Czajkowski sind nicht mit von der Partie. Darüber hinaus stehen große Fragezeichen hinter den Einsätzen von Jens Bergforth, dem Ex-Alstadener André Kampen und Thomas Vennemann. Wie die Aufstellung (inklusive der Torhüterentscheidung) der Gäste aussehen wird, entscheidet Contrino erst nach dem Abschlusstraining und einem anschließenden Gespräch mit Günter Bruns.

SV Adler Osterfeld -
SV Concordia 66/71

Auch das dritte Derby zum Rückrundenauftakt hat Brisanz: Michael Keiser, zuvor bei Arminia II tätig, debütiert mit seinem neuen Klub Concordia in Osterfeld. „Wir müssen den Abstiegskampf annehmen und die Einstellung ist dabei ebenso wichtig wie ein guter Start“, weiß der neue SVC-Trainer. Das Hinspiel endete übrigens 5:0 für Adler. Fehlen werden den Gästen der Ex-Osterfelder Senad Beric aus beruflichen Gründen sowie die Neuzugänge Marcel Schweer, Sven Rosen, Milovan Gajic und Mustafa Isik. Erwin Dizon hat sich aufgrund seines Studiums erst einmal eine Auszeit genommen. Auf der anderen Seite kann Udo Hauner, der allerdings einige Abgänge aus der Winterpause kompensieren muss, aus dem Vollen schöpfen. „Wir wollen gleich punkten, um den Abstand nach unten möglichst groß zu halten. In der Liga rutscht man nämlich schnell unten rein.“

Beim Landesliga-Schlusslicht SF Königshardt läuft die Vorbereitung auf den Rückrundenstart weiter rund. Unter der Woche gewann die Mannschaft von Lars Mühlbauer weitere zwei Testspiele. Beim 3:0 (2:0) über den FC Sterkrade 72 zeichneten sich Oguz Sefi, Nurtekin Bulut und Chris Ohm als Torschützen aus. Gegen Adler Osterfeld hieß es am Ende 4:2 (2:1). Hier waren Danielé Kowalski (2), Daniel Schoss und Manuel Materna erfolgreich. Tobias Hauner traf auf Adler-Seite doppelt.