Concordia ärgert Blau-Weiß und steigt gleichzeitig ab

DJK Arminia Klosterhardt II -
Mülheimer FC Vatangücü 3:0 (1:0)

Die Arminia-Reserve hat den Pflichtsieg eingefahren und die Abstiegsplätze vorerst verlassen. Einen Schönheitspreis gab es für die Leistung nicht, da redete Guido Contrino nicht um den heißen Brei herum. „Ich habe zu meiner Mannschaft in der Halbzeitpause gesagt, dass ich hier zwei Absteiger gesehen habe“, erklärte der Arminen-Coach. „Wir waren nicht in Bewegung und Vatangücü hat uns das Leben sehr schwer gemacht.“ Delowan Nawzad ließ die Klosterhardter mit einem „Dreierpack“ jubeln. „Das war aber auch das Beste heute an dem Spiel. Nun gilt es den Platz, den wir jetzt inne haben, in den letzten beiden Begegnungen zu verteidigen“, schaute Contrino bereits voraus.

SV Genc Osman Duisburg -
SV Adler Osterfeld 0:0

Ein gerechtes Remis in einem Spiel, das sportlich nicht mehr von allzu großer Bedeutung war. „Hätte auch 2:2 ausgehen können. Beide Mannschaften hatten zwei, drei gute Chancen“, so der gesperrte Torjäger Tobias Hauner, der zusammen mit Co-Trainer Ecevit Bögus seinen Vater Udo vertrat, der bei den Pfingstturnieren im Waldstadion weilte.

SV Concordia 66/71 -
SC Blau-Weiß Oberhausen 2:2 (0:1)

Concordia trotzte dem Tabellenführer ein Remis ab, macht das Aufstiegsrennen wieder spannend und steigt selber gleichzeitig ab – solche Geschichten schreibt der Fußball. „Wir sind natürlich nicht heute abgestiegen. Wir haben ein super Spiel gemacht und sieben Absteiger waren letztlich fatal“, wusste Geschäftsführer Manolo Dente.

Ganz überraschend kam der Abstieg Concordias nach den vergangenen Wochen nicht, aber in seinem vorletzten Heimspiel bot der Aufsteiger seinem Publikum gegen den Tabellenführer noch einmal eine packende Begegnung. Gleichzeitig fangen an der Tabellenspitze wieder die Rechenspiele an. Der Spitzenreiter ließ an der Concordiastraße Federn, Verfolger Viktoria Buchholz gewann 4:1 gegen Rheinland Hamborn – der Vorsprung der Liricher beträgt vor den letzten beiden Begegnungen nur noch drei Zähler. „Wir liegen immer noch im Soll laut meiner Rechnung“, gab sich Thorsten Möllmann gewohnt cool und wusste die Leistung einzuordnen: „Für die Umstände mit angeschlagenen Spielern usw. haben wir heute ein gutes Spiel gemacht.“

Im ersten Durchgang schienen die Blau-Weißen nach der Führung durch Klaus-Peter Müller (27.) noch alles im Griff zu haben, wenngleich bei BWO wenig Tempo und Bewegung im Spiel waren. Von den Hausherren kamen bis dato zu wenig Impulse, um den Tabellenführer in Verlegenheit bringen zu können. Nach dem Seitenwechsel kam die Mannschaft von Michael Keiser. Ein Schuss von Mathias Menne wurde unhaltbar abgefälscht und die Partie war wieder ausgeglichen (56.). Nun leckte Concordia Blut. Tim Marquardt sorgte nach 69 Minuten für Verwunderung im weiten Rund – 2:1 für die Gastgeber. Wiederum war es Müller, der BWO per Kopf einen wichtigen Punkt rettete (80.). Concordia reklamierte lautstark Stürmerfoul in dieser Situation.

Das Tor galt, die „Kobra“ hatte ein zweites Mal gestochen und Concordias André Schermann war gar nicht mehr zu beruhigen – Gelb-Rot (80.). „Die Bundesliga ist vorbei. Jetzt konzentriert sich wieder alles auf den Amateurfußball und der Möllmann macht es wieder spannend“, war „Mölle“ immer noch für einen trockenen Spruch zu haben.