Ciornei im dritten Stichkampf

Die drei Erstplatzierten (v.l.): Jens Stadtmann, Dragos Ciornei und Martin Limberg.
Die drei Erstplatzierten (v.l.): Jens Stadtmann, Dragos Ciornei und Martin Limberg.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Die Bezirksmeisterschaften im Blitzschach waren ein Krimi. Am Ende überraschte Dragos Ciornei den lange führenden Jens Stadtmann.

Zum ersten Mal richtete Schwarz-Weiß Oberhausen die Finalrunde der Bezirksmeisterschaft im Blitzschach aus. Hierbei hat jeder Spieler nur fünf Minuten Zeit für die gesamte Partie. Zusammen mit Bezirksspielleiter Wolfgang Kölnberger gratulierte SW-Spielleiter Tim Nierhaus mit Dragos Ciornei (OSV) auch im Jahr 2015 einem Oberhausener Spieler zum Titel.

Insgesamt 16 Spieler, die sich in Vorrunden in Gelsenkirchen, Bottrop/Kirchhellen, Dorsten/Gladbeck und auch Oberhausen qualifizierten, fanden sich jetzt ein, um den Meister im Bezirk Emscher Lippe zu ermitteln. Gleichzeitig galt es einen der vier Qualifikationsplätze zur Verbandsmeisterschaft zu erreichen.

Titelverteidiger Bernd Laudage (SD Osterfeld) legte los wie die Feuerwehr und führte das Feld nach vier Runden als einziger verlustpunktfrei an. Mit einem halben Punkt Rückstand folgten ihm die Mitfavoriten Jens Stadtmann (SV Bottrop 21) und Dragos Ciornei (OSV/je 3,5). Eine unerwartete Verlustserie von vier Niederlagen in Folge warf Laudage in Runde 8 auf den achten Platz zurück. Hiervon erholte er sich nicht mehr.

Führten Stadtmann und Ciornei bis dahin parallel das Feld an, übernahm Stadtmann nach der 9. Runde die alleinige Führung mit 7,5 Punkten. Hinter Ciornei (7) lauerte das Verfolgertrio Martin Limberg (SWO), Joachim Vengels und Mark Hermanowski (beide Hervest Dorsten) mit je 6,5 Punkten. An dieser Konstellation änderte sich in den Runden 10 bis 14 nicht viel. Bis zur 15. und letzten Runde, als Martin Limberg als mittlerweile alleiniger Dritter (10) auf den souverän führenden Stadtmann (12,5) traf. Sensationell besiegte er den bis dahin einsam seine Kreise ziehenden Bottroper und ließ Ciornei mit diesem gleichziehen. Im anschließenden Stichkampf wurde nach einem Remis zunächst keine Entscheidung gefunden. Auch ein weiteres Duell endete Remis. Erst im dritten Anlauf gewann Ciornei eine Partie und damit den Titel. Als Dritter und Vierter qualifizierten sich Martin Limberg und Mark Hermanowski ebenso für die Verbandsebene.