Chance auf einen großen Schritt

Auf ein kampfbetontes Spiel dürfen sich die Zuschauer freuen.
Auf ein kampfbetontes Spiel dürfen sich die Zuschauer freuen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Bundesligadamen von NBO treffen am Samstag auf die Rhein-Main Baskets, die ebenso tief im Abstiegskampf stecken.

Abstiegskampf pur in der Willy-Jürissen-Halle. Über mangelnde Spannung müssen sich die Anhänger beider Mannschaften wohl nicht sorgen, wenn Samstagabend um 19 Uhr die Teams von evo NBO und den Rhein-Main Baskets aufeinandertreffen. Beide stecken mitten im Abstiegskampf und beim Blick auf die Tabelle und das Restprogramm erscheint es recht wahrscheinlich, dass einer der beiden Vereine in dieser Saison den bitteren Gang in die zweite Liga antreten muss.

Noch haben die Oberhausenerinnen mit einem Sieg mehr auf dem Konto die besseren Karten. Bei einem Erfolg könnten sie sich etwas absetzen von den Hessinnen, zumal dann auch der direkte Vergleich für NBO spräche. Allerdings spricht die Negativserie von mittlerweile sieben Niederlagen nicht gerade für die Gastgeberinnen.

Ähnlicher Verlauf

Beide Klubs haben zuletzt reagiert und ihren Trainer getauscht. Während bei NBO Katja Zberch wieder zur Cheftrainerin wurde, konnte Rhein-Main Steffen Brockmann wieder für sich gewinnen, der sich nach dem Gewinn der Vize-Meisterschaft vor zwei Jahren aus persönlichen Gründen zurück gezogen hatte.

Ähnlich verlief dann auch der Einstand der beiden Trainer. NBO zeigte in Halle eine ordentliche Partie und verlor letztlich unglücklich mit einem Punkt, während Rhein-Main daheim gegen Herne ebenfalls lange mithielt und sich erst in der Schlussphase geschlagen geben musste.

Die Trainings-Vorbereitung auf das wichtige Spiel heute verlief für die Oberhausenerinnen jedoch alles andere als optimal. Zberch ist seit Dienstag krank, Co-Trainer Henry Canton fiel aus familiären Gründen aus. So leitete am Donnerstag die frühere Trainerin Julia Gajewski die Einheit. „Dabei hat sie den Schwerpunkt auf die Defensive gelegt“, informiert Zberch, die hofft, Samstag wieder in die Halle kommen zu können. „Das Fieber sinkt und ich glaube, ich habe das Schlimmste hinter mir“, so die Weißrussin.

Beim Training am Freitag wurden dann auch Angriffs-Spielzüge geübt, vor allem gegen die erwartete Zonen-Verteidigung der Gäste. Besonders im Blickpunkt stehen wird Samstag Spielmacherin Lea Mersch, die ihr Team als erfahrenste Akteurin noch mehr als zuletzt führen muss. „Sie alleine kann es aber nicht richten, wir sind als Mannschaft gefordert, mit dieser Situation umzugehen“, nimmt Zberch ihre Spielführerin etwas aus dem Fokus.

Die bittere Pokal-Niederlage vor fünf Wochen in der Halle Ost ist nicht nur zusätzlicher Ansporn, sie ist auch bei der Vorbereitung hilfreich. So hat man die beiden neuen Amerikanerinnen im RMB-Team bereits kennengelernt, die damals gemeinsam mit der mittlerweile verletzten Svenja Greunke den Ausschlag zugunsten der Gäste gaben. Wichtig ist für heute jedoch, dass sich niemand bei der Trainerin angesteckt hat und NBO mit komplettem Kader (außer der Langzeitverletzten Iva Grbas) antreten kann. Dann dürfen sich die Zuschauer auf ein kampfbetontes Spiel zweier hoch motivierter Teams freuen.