Carlo Schmitz in guter Form

Carlo Schmitz
Carlo Schmitz
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Holtener mit starken Ergebnissen, besonders bei der Rangliste. Davor war er bei den World Archery Youth Championchips in South Dakota im Einsatz.

Am Wochenende fand das zweite Ranglistenturnier des Deutschen Schützen-Bundes in Glindow statt. Der dortige Schützenverein war erneut Ausrichter dieses wichtigen Turnieres, das in der Wertigkeit gleich nach der Deutschen Meisterschaft kommt. 83 Schützen, die A-, B- und C-Kader des DSB, sowie die stärksten Kaderschützen aus den Landesverbänden standen an der Linie. Dementsprechend hoch war das Niveau in den einzelnen Disziplinen.

Bei extremen Temperaturen standen die Schützen zwei Tage an der Schießlinie und erzielten trotz der großen Hitze gute bis sehr gute Ergebnisse. Nicht nur die Schützen waren hochkarätig am Start, wie die Gewinnerin von Baku, Karina Winter oder Florian Kahlund, Europameister und Weltcupsieger. Es waren auch alle Bundestrainer auf der Anlage.

Am Samstag wurde eine Qualifikation (72 Pfeile) geschossen und im Anschluss ein Machtsystem (jeder gegen jeden) mit ca. 75 Pfeilen. Das gleiche Programm wurde am Sonntag wiederholt, nur wurden nach der Qualifikation die Plätze im Finale ausgeschossen. Carlo Schmitz vom TuS Grün Weiß Holten, gerade erst aus Yankton, South Dakota, von der World Archery Youth Championchips zurück, bei der er nach spannenden Wettkämpfen Neunter in der Gesamtwertung wurde, startete bei der Rangliste in der Juniorenklasse.

Am ersten Tag schoss Schmitz 651 Ringe und wurde damit Dritter, vier Ringe hinter dem Erstplatzierten. In der Matchrunde gewann der Holtener gegen Konrad Komischke 6:4, gegen Johannes Mayr 6:2, gegen Jakob Hetz 7:3 und gegen Andreas Meyer 6:0. Mit einem neuen deutschen Rekord – 672 von 720 möglichen Ringen – ging Schmitz als Sieger vom Platz.

Am zweiten Tag war Carlo so richtig in Form und schoss bei der Qualifikation 671 Ringe und wurde Erster. Bei der Matchrunde ließ er seine Gegner jeweils mit klaren 6:0-Siegen hinter sich. In der Gesamtwertung lag er damit mit herausragenden 1322 Ringen auf Platz eins und holte so wichtige 43 Punkte für die Rangliste.

Das Ranglistenturnier und die Deutsche Meisterschaft sind nach Aussage von Bundestrainer Oliver Haidn die wertvollste Plattform zur Auswahl der Nachwuchsschützen für den künftigen Nationalkader. Es wird bereits an die Olympischen Spiele 2020 gedacht.