Buschhausen bleibt ohne Titel
12.02.2012 | 18:54 Uhr 2012-02-12T18:54:00+0100
Ricardo Walther gewinnt zum zweiten Mal in Folge die „Westdeutschen“ – Genia Milchin bester „Zwölfer“.
In der zweiten Hauptrunde der westdeutschen Einzelmeisterschaften in der Willy-Jürissen-Halle war es am gestrigen Sonntag vorbei mit den Oberhausener Hoffnungen auf eine Medaille. Genia Milchin, als einziger soweit vorgerückt, schied gegen Ara Karakulak, Topspieler vom Regionalligisten TTC Altena aus. Für Pavel Weinstein und den ehemaligen Oberhausener Christian Strack war bereits eine Runde vorher Schluss.
Dabei hätte ein Buschhausener Erfolg das gut organisierte Turnier vollends abgerundet und die Mühen im Vorfeld und am Turniertag entlohnt. An zwölf Platten ging es zwei Tage lang hoch her, mit intensiven Partien, großen Emotionen und kleiner Regelkunde.
Was definitiv zu kurz kam, waren die großen Überraschungen. Bei den Herren marschierten die beiden Favoriten Lennart Wehking (Velbert) und Titelverteidiger Ricardo Walther (Jülich) durch die K.O.-Phasen und eleminierten die Kontrahenten, an denen die beiden besten Buschhausener, Genia Milchin und Pavel Weinstein, scheiterten. Ricardo Walther kam über souveräne Siege, unter anderem gegen Bruder Gianluca – der Pavel Weinstein in der ersten Hauptrunde aus dem Turnier schmiss, ins Finale. Dort wartete Wehking, der im Viertelfinale Milchin-Bezwinger Ara Karabulak auf die Tribüne beförderte. Im Finale ging es dann über fünf Sätze, in denen sich Walther mit 4:1 durchsetzte. Der ehemalige Buschhausener Christian Strack – im Vorjahr Dritter – schied bereits in der ersten Hauptrunde deutlich aus.
Ähnliches Bild auch bei den Doppeln: Hier kam ebenfalls Genia Milchin, mit Partner Steffen Potthoff, zum größten Oberhausener Erfolg, ehe im Viertelfinale gegen das Duo Lang/Wehking Schluss war. Auch hier durfte sich Wehking über eine Medaille freuen. Erneut holte er Silber und unterlag Ricardo Walther mit Partner Thomas Brosig im Finale mit 1:3.
Auch bei den Damen dominierten zwei Spielerinnen sowohl das Doppel als auch das Einzel. Alexandra Scheld und Nadine Sillus, beide vom TuS Uentrop, holten im Team Gold, während sich bei den Einzeln Sillus Kollegin Scheld (4:1) geschlagen geben musste und sich mit Silber zufrieden geben.
Auch wenn es damit am Ende zu keiner Medaille reichte, obwohl sich die Oberhausener insgeheim etwas mehr als die zweite Hauptrunde für Milchin erhofft hatten, war Michael Lange zufrieden. „Das war eine tolle Veranstaltung, alles lief reibungslos“, erzählt der Teammanager, der überall im Einsatz war. Sowohl bei der Leitung des Turniers, als auch bei der Betreuung seiner Schützlinge war er immer an Ort und Stelle, sobald er gefordert war.
Auch kleinere Probleme, wie das von Olga Koop (HTC Kupferdreh) mit der, für die Westdeutschen angeordneten, Aufschlagsregel wurden gelöst. Sie nahm’s mit Humor, zumal es dennoch bis in die zweite Hauptrunde reichte.
Auch richtig laut wurde es zwischenzeitlich. Beispielsweise als Genia Milchin in der Vorrunde in einem packenden Spiel Klaas Lüken besiegte. Beide gingen voll zur Sache und lieferten sich das ein oder andere Wortgefecht. Am Ende reichte man sich allerdings die Hand. So wie es sein muss, bei einer tollen Sportveranstaltung.
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