Bouchard krönt starkes Finale
27.06.2012 | 13:56 Uhr 2012-06-27T13:56:00+0200
Der RVO-Ruderer Marcel Bouchard wurde deutscher Juniorenmeister im Vierer.
Nach Jahren darf sich der RVO mit seinem U 19-Ruderer Marcel Bouchard wieder über den Gewinn einer offiziellen deutschen Juniorenmeisterschaft freuen. Der NRW-Vierer mit Bouchard war trotz guter Saisonleistungen als Außenseiter gestartet, erwies sich aber als extrem nervenstark. Dabei machte der ständige Gegenwind und Regen allen Teilnehmern zu schaffen und die erheblichen Wellen erforderten das ganze technisches Können der Aktiven.
Nachdem der NRW-Vierer im Saisonverlauf meist im Kielwasser der Konkurrenz der RG Limburg/Frankfurt die Ziellinie überquerte, zeigte die Mannschaft sich jetzt auf den Punkt fit. Dabei war die psychische Anspannung bei allen Akteuren hoch, ging es doch neben Gold, Silber und Bronze am Baldeneysee auch um die direkte Qualifikation zu den Weltmeisterschaften, die nur über den Gewinn des Titels möglich war.
Zunächst schien der Sieg in weiter Ferne, denn neben den ewigen Konkurrenten aus Limburg / Frankfurt machte plötzlich auch die RG Lübeck/Ratzeburg dem NRW-Vierer den Sieg streitig. Bis 1500 Meter rann dem NRW-Vierer Zeit wie Sand in der Eieruhr davon und lag bereits 2,5 Sekunden zurück. Auf den letzten 500m folgte aber ein furioses Finale. Mit einer auch im Rudersport außergewöhnlichen Willenskraft und einer immensen Kraftanstrengung schob sich der NRW-Vierer an die Konkurrenten heran und passierte sie schließlich. Am Ende stand bei einer Zielzeit von 6:39,51min ein überlegener Vorsprung auf den Zweiten aus Norddeutschland von 2,5 Sekunden zu Buche. Limburg/Frankfurt verlor auf dem letzten Teilstück sogar sechs Sekunden und war bei der Siegerehrung immer noch nicht ansprechbar.
Somit hat der NRW-Vierer sich neben der Goldmedaille auch die Teilnahme an der Juniorenweltmeisterschaft in Plovdiv (Bulgarien) gesichert und vertritt dort den deutschen Ruderverband.
Nach diesem Finalrennen fehlte bei Marcel und seinen Teamkollegen im Achter ein wenig die Explosivität. So lieferten sie erneut in einem stark besetzten Feld ein gutes Rennen ab, mussten sich aber am Ende mit dem vierten Rang begnügen.
Nicht unerwähnt bleiben darf aber auch die gute Leistung von Max Niemand, der in der Saison im Vierer m StM zu überzeugen wusste und auch in Essen nach Vor- und Hoffnungslauf das Finale erreichte. Hier hatte das Boot aber mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.
Wenn der Mixed-Vierer der 12-13-jährigen Mädchen und Jungen in der Besetzung Frauke Breuhaus, Lina Mölder, Daniel Albrecht, Gordon Kirsch und Steuerfrau Hannah Altena am kommenden Wochenende in Wolfsburg beim Bundeswettbewerb (BW) startet, dann heißt es wieder Daumen drücken. Schließlich ist der BW nichts Geringeres als die deutsche Meisterschaft im Kinderbereich, für die sich die Oberhausener als bestes NRW-Boot zuvor souverän qualifiziert hatten.
0mitdiskutieren