Blau-Weiß von Stadtmeisterschaften ausgeschlossen

Was nach den Hallenstadtmeisterschaften schon mal als Gerücht durchsickerte, machte der Stadtsportbund nun offiziell. Der Verein SC Blau-Weiß Oberhausen wurde vom kommenden Turnier Anfang 2016 ausgeschlossen.

Grund dafür waren die Tumulte nach dem Finale der Liricher gegen Stadtmeister Rot-Weiß Oberhausen. Während des Spiels, insbesondere nach dem vorentscheidenden 1:0 durch Boran Sezen, reklamierte die Blau-Weiß-Bank ein Foul und Trainer Thorsten Möllmann wurde auf die Tribüne verwiesen. Nach dem Finale kochte die Stimmung dann erneut über, am Ende stand ein kleines Handgemenge, in dem BWO-Chef Frank Kielczewski mit einem Ordner aneinander geriet. Der Schiedsrichter fühlte sich ebenfalls bedroht, schrieb einen Sonderbericht und der Vorfall landete vor der Kreisspruchkammer (wir berichteten).

Für den SSB und die Fachschaft Fußball war aber nicht nur das ungebührliche Verhalten in der Halle ausschlaggebend. Dass sich beispielsweise Möllmann über diverse Internetportale beschwerte, die Organisatoren wären alle betrunken gewesen, wollte man sich so etwa nicht bieten lassen. Die Handhabe als Veranstalter hat die Fachschaft um den Vorsitzenden Dieter Wilms ohnehin, jetzt sah man sich gezwungen zu handeln.

Die Blau-Weißen wollen das aber noch nicht so gelten lassen. „Wir werden noch einmal das Gespräch mit der Fachschaft suchen“, erklärt Kielczewski. Für den Liricher Klubboss ist es demnach nicht nachzuvollziehen, dass der gesamte Verein für das Fehlverhalten von Möllmann in einer solchen drastischen Form bestraft wird. „Das steht für mich in keinem Verhältnis“, so Kielczewski. Möllmann übrigens spricht nach eigener Aussage nicht mehr mit Medienvertretern.