Barisspor jetzt vor BW Lirich II

Der VfR Ebel (blau, gegen VfR 08) ist plötzlich mit in der Abstiegsverlosung.
Der VfR Ebel (blau, gegen VfR 08) ist plötzlich mit in der Abstiegsverlosung.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Barisspor bekommt nach der Sitzung der Kreisspruchkammer drei Punkte aus der Partie gegen VfR 08 und liegt jetzt vor BW Lirich II.

Nach exakt elfminütiger Beratung war klar: Barisspor Bottrop bekommt drei Punkte aus der Partie gegen den VfR 08 II vom 25. Mai und steht – Stand heute – drei Punkte vor BW Oberhausen II und damit auf einem Nichtabstiegsplatz der Kreisliga A. Die 0:1-Niederlage im Relegationsspiel gegen BWO hätte damit keine Bedeutung mehr. Entschieden ist aber noch nichts, denn die Verhandlung zur Partie BWO II gegen den SC 20 kann wegen nötiger Fristen erst nächsten Dienstag stattfinden.

Die Nullachter hatten Paul Schendzielorz eingesetzt, der allerdings nur für die erste Mannschaft spielberechtigt war. „Die Sachlage ist da sehr eindeutig“, stellte der Vorsitzende der Kreisspruchkammer Andreas Zimmermann klar. Für den VfR kommen noch rund 100 Euro Verfahrenskosten zu. Dass Schendzielorz in besagtem Spiel schon nach acht Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, kommt für die Nullachter noch dazu.

In erster Instanz war der Einspruch der Bottroper deshalb gescheitert, weil sie zunächst zwei spielberechtigte Spieler benannt hatten und eben nicht Schendzielorz. Die Bezirksspruchkammer urteilte jedoch, dass Barisspor den besagten Spieler nachträglich – innerhalb der 14-tägigen Frist – hätte nachreichen können. Daher ging der Fall erneut vor die Kreisspruchkammer, die mit Sicherheit nicht unglücklich ist, den Bottropern Recht geben zu können, das ihnen in erster Instanz nur durch einen fehlenden Namen auf der Begründung nicht zugesprochen werden konnte. Ab Freitag haben beide Vereine noch einmal Zeit Einspruch einzulegen, keiner der beiden Vereine schien während der Verhandlung allerdings großes Interesse daran zu haben.

Weil die nächste Verhandlung aber erst Dienstag stattfindet, kommt auf den Kreisvorstand eine echte Herausforderung zu. Die Vereine mussten bis zum 30. Juni ihre Mannschaften melden, eigentlich würde nun die Einteilung der Gruppen beginnen. Doch die stehen längst nicht fest. Sollte BWO mit seinem Einspruch scheitern, hätten sie die Möglichkeit, vor der nächst höheren Instanz zu verhandeln. Sollten sie mit ihrem Einspruch Recht bekommen, wäre der VfR Ebel plötzlich mit in der Verlosung, der dann punktgleich mit Blau-Weiß und Barisspor die Saison beendet hätte. Es müsste zu einer Dreier-Relegation um den einen Abstiegsplatz kommen. Ein Spiel wurde zwar schon ausgetragen, doch wer weiß, ob das zählen darf. Am 15. August ist übrigens wieder Saisonstart.