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Auf Messers Schneide

23.01.2015 | 16:07 Uhr
Auf Messers Schneide
Jenny Menz (rechts) freut sich auf das Duell mit ihrer Schwester Tina.Foto: Ulla Emig

Nach fünf Liga-Niederlagen in Folge bekommt für evo NBO die Partie Samstag in Chemnitz große Bedeutung. Der Verlierer gerät in arge Nöte.

Von einem wichtigen Spiel zu sprechen, wäre untertrieben. Wenn die Basketballerinnen von evo NBO am Samstag um 16.30 Uhr bei den Katzen in Chemnitz auflaufen, können sie einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen – oder im Negativfall in Richtung zweiter Liga. Die ChemCats liegen zwei Plätze, aber nur einen Sieg hinter den Oberhausenerinnen auf einem Abstiegsplatz und würden mit einem Erfolg an NBO vorbeiziehen.

Denn der direkte Vergleich würde in diesem Fall für Chemnitz sprechen, da die Ostdeutschen bereits das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison in der Jürissen-Halle für sich entscheiden konnten. An dieses Spiel erinnern sich die NBO-Damen nur sehr ungern. Ohne Spielgestalterin Lea Mersch gelang den Damen von Trainer Stefan Mienack vor allem in der Offensive so gut wie gar nichts und die Partie ging 51:64 verloren. „Da haben wir definitiv noch etwas gutzumachen. Allerdings sind die Mannschaften von damals und jetzt nicht mehr zu vergleichen“, weiß Mienack, dass seine Schützlinge auf eine Revanche brennen, aber auf einen neuformierten Gegner treffen.

Mit dem Rücken zur Wand

Trotz der Niederlagenserie von mittlerweile fünf Ligaspielen fahren die Oberhausenerinnen durchaus gestärkt nach Sachsen. Die gute Leistung zuletzt gegen Herne trotz starker Verletzungsprobleme hat das Selbstvertrauen erhöht. Vor allem die jungen Spielerinnen nutzten ihre Chance, auf sich aufmerksam zu machen. In Chemnitz wird es erneut auf sie ankommen, egal in welcher Besetzung NBO antreten kann. „Es wird ein sehr intensives Spiel werden, in dem es auf jede einzelne ankommt“, ist sich Mienack sicher. „Denn Chemnitz steht fast noch mehr wie wir mit dem Rücken zur Wand und wird mit allem, was möglich ist, um den Sieg kämpfen.“

Daher wurde in dieser Woche auch in der medizinischen Abteilung alles getan, um das zuletzt an Mandelentzündungen erkrankte Trio Jenny Menz, Monique Reid und Mimi Hill wieder fit zu bekommen. „Alle drei haben trainiert und werden aller Voraussicht nach spielen können“, gibt Mienack Entwarnung. Vor allem für Menz eine gute Nachricht, die sich auf das Duell gegen ihre Schwester Tina auf Chemnitzer Seite freut.

Dagegen müssen die New Baskets wieder auf Iva Grbas verzichten. Die Kroatin, im Hinspiel noch einzige Oberhausener Akteurin in Normalform, musste nach erneuten Beschwerden im Knie wieder kürzer treten. Die Centerin stand bekanntlich vergangene Woche gegen Herne nach längerer Verletzungspause erstmals wieder für einige Minuten auf dem Feld. „Danach hatte sie wieder über Beschwerden geklagt, so dass die medizinische Abteilung das erst noch genau beobachten wird“, erklärt Mienack.

Die übrige Mannschaft ist jedoch fit und reist heute am frühen Vormittag nach Chemnitz, um dort die eminent wichtigen Punkte gegen den Abstieg zu holen. Wenn Lea Mersch weiter in Top-Form agiert und das zuletzt fehlende Trio beschwerdefrei ins Spiel geht, sind die Chancen nicht schlecht, trotz der Heimstärke der Sachsen.

Ralf Bögeholz

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2015-01-23 16:07
Oberhausen