Arminia macht Schonnebeck das Leben schwer

SpVg Schonnebeck -
Arminia Klosterhardt 3:1 (2:0)

„Die Jungs haben sich teuer verkauft und sind an ihre Schmerzgrenze gegangen“, lobte Günter Bruns seine „Notelf“ für die couragierte Vorstellung beim designierten Oberliga-Aufsteiger. Die Arminia begegnete den Gastgebern auf Augenhöhe und ließ kaum zwingende Möglichkeiten der Essener zu. Als alles schon nach einem torlosen Zwischenstand zur Pause aussah, holte Schonnebeck aber doch noch zum Doppelschlag aus: Erst führte eine Unaufmerksamkeit in der Klosterhardter Hintermannschaft zum 0:1 (41.), zwei Zeigerumdrehungen später fand ein Freistoß direkt und unhaltbar für Torhüter Jan Terhorst den Weg in die Maschen.

Die Grün-Weißen behielten nach Wiederanpfiff die Köpfe oben und gaben sich selbst nach dem 0:3 (59.) nicht auf. „Ganz im Gegenteil: Wir haben uns weiter gewehrt und Charakter gezeigt“, konstatierte der Übungsleiter. Mattis Thieler verkürzte in Minute 68, nachdem sich Pascal Pfeifer stark auf der Außenbahn durchgesetzt und überlegt quer gelegt hatte. Arminias Angreifer hätte wenig später noch mal so richtig für Spannung sorgen können. Ein feiner Pass des aufgerückten Innenverteidigers Patrick Drechsler durch die Schnittstelle der Schonnebecker Verteidigung erreichte Pfeifer zwar. Doch dann sprang ihm das Leder unglücklich an die Ferse. Bruns: „Wir haben es Schonnebeck richtig schwer gemacht. Das war für die ganz bestimmt kein Spaziergang.“

PSV Wesel-Lackhausen -
Sterkrade-Nord 4:2 (3:1)

Durch die Ergebnisse der Konkurrenz hat Trainer Markus Kowalczyk den Kampf um Platz zwei noch nicht abgeschrieben. „Das bleibt spannend bis zum Ende“, ist er sich sicher. In Wesel ärgerte er sich neben dem für seine Mannschaft ungewohnt hoppeligen Naturrasen vor allem über den Unparteiischen, der den Gastgebern zwei aus seiner Sicht umstrittene Foulelfmeter zugesprochen hatte. „Ich beschwere mich nicht, aber das war schon sehr auffällig“, so Kowalczyk. Zuvor hatte Hilal Ali Khan die frühe Führung der Weseler ebenfalls per Strafstoß ausgeglichen. Nach dem Wechsel hatten die Nordler zahlreiche gute Chancen zum Anschluss, doch Mitte der zweiten Hälfte bedeutete das 4:1 die Vorentscheidung. Der Treffer von Mike Ratkowski fünf Minuten vor dem Ende reichte nicht mehr.

VfL Rhede -
SF Königshardt 6:0 (3:0)

„Rhede hat eine schöne Anlage. Da fahren wir nächstes Jahr zu Recht nicht mehr hin“, war Trainer Lars Mühlbauer nach dem blutleeren Auftritt seiner Schützlinge bedient. Dabei begannen die Gäste recht ordentlich und hielten dagegen. Allerdings nur bis zur 13. Minute, weil sich die Sportfreunde da ein viel zu billiges Gegentor fingen. „Das war mal wieder symptomatisch.Danach kam praktisch keine Gegenwehr mehr“, fuchste Mühlbauer die mangelnde Einstellung. Der VfL übernahm immer mehr die Kontrolle und sorgte bis zum Pausenpfiff für klare Verhältnisse.

Die Königshardter hatten im zweiten Abschnitt bestimmt vier gute Gelegenheiten, um das Ergebnis zumindest etwas erträglicher zu gestalten. Wie Abschlussstärke aussieht, bewies dagegen Rhede und machte das halbe Dutzend voll. SFK-Keeper Robert Delling erreichte als einziger Normalform und wurde von Mühlbauers Kritik ausgenommen.

„Wir werden einiges ändern müssen und brauchen frisches Blut“, kündigte der Coach personelle Änderungen an.