Arminia II verschafft sich Luft

Michael Keiser hat seine Zusage als Trainer für die kommende Saison gegeben – unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit. Nach der 1:2 (1:2)-Niederlage bei seinem Ex-Klub Arminia Klosterhardt II ist die Kreisliga für ihn seine Mannschaft SV Concordia 66/71 wieder ein großes Stück näher gekommen. Während sich die Hausherren mit diesem wichtigen Erfolg etwas Luft im Abstiegskampf verschafft haben, fielen die Gäste auf den ersten Abstiegsplatz zurück.

„Das waren zwei ganz wichtige Siege. Der in Meiderich und dieser jetzt“, wusste ein erleichterter Guido Contrino. Allerdings war es ein langer Weg für Arminias Übungsleiter, bis der Unparteiische die Pfeife in den Mund nahm und abpfiff. Seine Mannen waren über weite Strecken der Partie die bessere, die aktivere und spielbestimmende Mannschaft. Allerdings vergaßen es Contrinos Schützlinge, das dritte Tor und den Sack zu zumachen. Damit zehrten sie gewaltig an den Nerven ihres Übungsleiters. Die Partie blieb somit bis zum Ende spannend.

Tiefschlafphase der Gäste

Den besseren Auftakt erwischten die Gäste. Die Arminia-Reserve fand anfangs noch nicht zu ihrem Spiel und lag nach 18 Minuten zurück. Ein Freistoß von Mathias Menne aus dem Halbfeld war gefühlte Stunden unterwegs und Timo Kaulmann wurde bei seinem Vorstoß in den Klosterhardter Strafraum sträflich allein gelassen. Concordias Abwehrspieler hatte leichtes Spiel und nickte völlig unbedrängt ein.

Nun waren die Grün-Weißen wach gerüttelt, nahmen das Spiel an sich und übten Druck aus. Mit Erfolg. Einen Kopfball von Michél Nienerza lenkte der wieder einmal starke Mirco Kaulmann im SVC-Kasten noch an die Latte (29.).

In der 38. und 41. Minute war Kaulmann allerdings jeweils gegen den überragenden Nienerza machtlos – die Klosterhardter hatten die Begegnung binnen drei Minuten gedreht. „Mitch“ war bester Armine. Nicht nur wegen seiner beiden Treffer, der Doppeltorschütze war auch sonst überall zu finden. Im zweiten Durchgang mussten die Zuschauer (und natürlich Contrino) mit ansehen, wie die Gastgeber sich mehrere gute Tormöglichkeiten teils ansehnlich erspielten, aber im Abschluss viel zu fahrlässig und uneffektiv waren. Maurice Schmidt traf den Ball aus aussichtsreicher Position im Gäste-Strafraum nicht richtig (51.). Florian Reuschenbach hämmerte in der 80. Minute die Kugel nur an die Latte. Von den in rot gekleideten Gästen kam aus dem Spiel heraus fast nichts, aber sie sind ja für ihre Stärken nach Standardsituationen bekannt. „Wir hatten eine Tiefschlafphase vor der Pause und haben der Arminia auch nachher zu viel gewähren lassen“, wusste Keiser. Den heimischen Zuschauern stockte nach einem Kopfball von Senad Beric kurz vor dem Ende noch einmal kurz der Atem (86.). Dann folgte die Erlösung für Contrino und die Klosterhardter.

„Das letzte Mal, dass ich Dich so habe jubeln sehen, war nach dem Torwarttraining“, drückte Peter Simons seinen Freund aus gemeinsamen Adler Osterfeld-Zeiten, der noch hobbymäßig für Arminias Alte Herren kickt.