Arminia hat noch alle Möglichkeiten

Die Klosterhardter hatten bislang mehr Grund zum Jubeln als viele zuvor glaubten.
Die Klosterhardter hatten bislang mehr Grund zum Jubeln als viele zuvor glaubten.
Foto: WAZ/FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Klosterhardter spielten bislang eine gute Saison - ganz ohne Sturmproblem. Nord hat sich etabliert, nur Königshardt blieb unter den Möglichkeiten.

Die Hinserie ist beendet. Oberhausens Amateurfußballer gehen in ihre wohlverdiente Winterpause. Die meisten Vereine haben nach der Auszeit gelechzt – es gab wie so oft Enttäuschungen aber auch positive Überraschungen. Die Sportredaktion nahm dies zum Anlass, Oberhausens Bezirks- und Landesligisten zur „Halbzeit“ unter die Lupe zu nehmen und eine Prognose für die Rückserie 2015 zu wagen.

DJK Arminia Klosterhardt: Ein blauer Brief ist völlig überflüssig. Denn dafür fällt das Zwischenzeugnis der Arminen aus Klosterhardt nach der Hinrunde einfach zu gut aus. Die Mannschaft von Trainer Günter Bruns spielte eine beachtliche Halbserie, kassierte lediglich zwei Niederlagen und überwintert auf einem starken vierten Tabellenplatz.

Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Gerade nicht nach dem Abgang von Torjäger Raphael Steinmetz zu RWO. Arminias sportliche Leitung um Andre Stange bewies aber ein richtiges Näschen und lotste gleich zwei neue Angreifer aus der unmittelbaren Nachbarschaft an den Hans-Wagner-Weg. Samet Sadiklar (VfB Bottrop) und Pascal Pfeifer (Rhenania Bottrop) steuerten nach einigen Anlaufschwierigkeiten insgesamt schon 20 Treffer bei – ein Sturmproblem ist bei den Grün-Weißen gegenwärtig nicht existent. Bruns schaffte es zudem trotz regelmäßiger Ausfälle personeller Art stets eine Elf aufzubieten, die konditionell voll auf der Höhe und bissig bis zum Abpfiff ist.

Die aktuell vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Schonnebeck sind keine Welt. Und obwohl das Thema Aufstieg in Klosterhardt nie eins war und nach wie vor auch keins ist, könnten die Grün-Weißen bei anhaltender Konstanz und defensiver Stabilität am Saisonende noch viele überraschen – sowohl das eigene Lager als auch ambitioniertere, weil finanzkräftigere Klubs.

SF 1930 Königshardt: Bitterer hätte die Hinrunde für die Sportfreunde in ihrer Premieren-Saison in der Landesliga nicht verlaufen können. Kein Sieg, vier Unentschieden, 14:34 Tore – die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Das Ergebnis: Königshardt hält über den Jahreswechsel die rote Laterne inne. Aber: Chancenlos ist der Aufsteiger beileibe nicht. Schon unter Kai-Oliver Romboy und erst recht später unter Nachfolger Lars Mühlbauer verloren die Sportfreunde einige Partien unglücklich und knapp.

Selbst gegen Spitzenteams haben die Königshardter ihre Qualität unter Beweis gestellt, aber es fehlte oft das bekannte Quäntchen Glück. Das lässt aber wiederum zumindest hoffen. Zehn Punkte Rückstand sind schon ein deutlicher Abstand, aber längst nicht uneinholbar. Mit einer Siegesserie im neuen Jahr könnte der Aufsteiger das Feld von hinten aufräumen. Viel zu verlieren hat Königshardt nicht mehr…

Spvgg. Sterkrade-Nord: Zu Beginn der Saison standen die Schmachtendorfer im Fokus der Amateurszene. Allerdings nicht so sehr aus sportlichen Gründen. Vielmehr sorgte die für die meisten überraschende Trennung von Erfolgstrainer Lars Mühlbauer überall für Aufsehen. Inzwischen ist wieder Ruhe eingekehrt und Markus Kowalczyk, der bis zum Ende der Saison an der Außenlinie steht, spricht von einer guten Hinserie nach sieben Siegen und sechs Niederlagen.

„Wir liegen im Soll“, so Kowlaczyk. Acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sind schon ein Polster, welches aber längst nicht Anlass zum Ausruhen geben sollte. Die Nordler stehen aktuell da, wo man sie objektiv einordnen kann – im Mittelfeld der Landesliga. Behält man an der Lütticher Straße den Kurs bei, können sich die Schmachtendorfer zu einer festen Größe in der Landesliga entwickeln.