Arminia geht auf dem Zahnfleisch

VfL Rhede -
Arminia Klosterhardt 3:0 (0:0)

Eine richtig gute Chance besaß die Elf von Trainer Günter Bruns. Doch Pascal Pfeifer ließ die Gelegenheit zur Führung liegen (15.). Bruns: „Das war unsere Chance, die Partie zu drehen. Doch von da an war der weitere Verlauf abzusehen.“ Denn statt eines Motivationsschubes schlug nun zunehmend durch, dass Arminia personell aus dem letzten Loch pfeift. Neben den vier Langzeitverletzten seit der Wintervorbereitung meldeten sich jetzt aktuell auch noch Jan Terhorst und Carsten Weißert ab. Als Bruns dann Danny Walkenbach verletzungsbedingt durch den A-Jugendlichen Alkan Özay ersetzen musste, bekamen die spielstarken und personell stark besetzten Hausherren zunehmend Oberwasser. Bis zur Halbzeit war die Partie noch einigermaßen verteilt. Doch im zweiten Durchgang erhöhte sich die Fehlerquote bei der Arminia immens. Als Rhedes Stefan Chciuk (68.) dann die überfällige Führung markierte, „fiel das Kartenhaus in sich zusammen“, so Bruns. Dabei nimmt er die jüngeren Spieler aus, die noch verbliebenen Routiniers vom Häuflein der Aufrechten zeigten „viel, viel zu wenig. Da war keiner mit Normalform dabei.“ Wobei der Coach die Misere letztlich dafür verantwortlich macht: „In 40 Jahren Fußball ist mir solch eine Verletzungsserie nicht untergekommen.“ Rhede spielte die Partie mit Treffern von Nico Giese (75.) und Yannick Schwanenkamp per Elfmeter in der Schlussminute dann routiniert runter. Für den Rest der Spielzeit ist bei den Arminen personell kaum eine Besserung zu erwarten.

SV Burgaltendorf -
Sterkrade-Nord 1:1 (1:0)

„Burgaltendorf hilft der Punkte nicht weiter, bei uns immerhin hält die Serie der ungeschlagenen Spiele in der Rückrunde“, kann Trainer Markus Kowalczyk dem Remis beim Abstiegskandidaten durchaus Positives abgewinnen. Gegen die unbequemen Essener gab er in der Hinrunde sein Debüt an der Seitenlinie. Jetzt sah er wieder eine Elf, die zwar spielerisch limitiert ist, kämpferisch auf ihrem kleinen Platz aber alles in die Waagschale wirft. „Deswegen haben sie sich das Unentschieden verdient. Aber auch weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben“, monierte Kowalczyk die etwas laxe Verwertung. Lediglich Mike Ratkowski (66.) traf zum dann verdienten Ausgleich nach Führung der Hausherren durch Tobias Köfler (6.). Sein Team blieb den Treffer zum Dreier nach seiner Auffassung aber auch schuldig, weil Ratkowski in zwei Situationen unsanft gebremst wurde. Nach Kowalczyks Auffassung strafstoßwürdig, aber der Pfiff blieb jeweils aus. „Aber ich will mich jetzt nicht über den Schiri beschweren. Letztlich waren wir es, die das Tor nicht getroffen haben. Nächsten Sonntag gibt es einen neuen Gegner, dann versuchen wir es besser.“