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15.11.2009 | 18:44 Uhr

Aber nur in Hälfte zwei. Doch das reichte Sterkrade 06/07 zu einem 3:1-Sieg gegen den 1. FC Kleve II

Sven Weinknecht stieg in die Luft, „stand” dort gefühlte zwei Sekunden und hämmerte den Ball in die Maschen. Das war in der 86. Minute im Spiel zwischen Sterkrade 06/07 und dem 1. FC Kleve II – und das war die Entscheidung. Das wundervolle Fallrückziehertor des Mittelfeldmannes bedeutete das 2:1 für die „Blauen” und damit den Sieg. Am Ende erhöhten die Tackenberger auf 3:1 und haben dank einer starken zweiten Halbzeit den tristen und vor allem punktlosen Oktober vergessen lassen.

Danach sah es allerdings in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht aus. Da kam Schwerstarbeit auf Sven Adamietz zu, der erneut den verletzten Mirko Kaulmann im Kasten vertrat. Retteten Andre Scheffler und Sven Weinknecht noch auf der Linie, so musste der Keeper bei zwei Aktionen all seine Routine in die Waagschale werfen, um sein Team vor einem Rückstand zu bewahren.

Ums Gegentor

gebettelt

Das lag daran, dass das Sterkrader Mittelfeld so gut wie gar nicht stattfand, keine Bälle abfing und somit die oft löchrige Abwehr in Verlegenheit brachte. Immerhin wusste sich 06/07 auch zu befreien – und zwar genau ein Mal. Das Ding saß aber! Dennis Pawellek hatte einen klasse Diagonalball übers halbe Feld auf Christian Zier gespielt, der legte direkt für den lauernden David Fojcik ab – 1:0, das Spiel war auf den Kopf gestellt.

„Leider haben wir danach weiter um ein Gegentor gebettelt”, ärgerte sich Trainer Jens Szopinski über zu liebes Zweikampfverhalten. „Wir haben reagiert, nicht agiert.” So auch beim 1:1. Da durfte Simon Olfen durch drei Mann hindurch spazieren und aus 17 Metern abziehen. Gegen den abgefälschten Schuss war Adamietz machtlos.

All das, was die „Blauen” im ersten Abschnitt noch falsch gemacht hatten, machten sie nach dem Wechsel richtig – und das war der Schlüssel zum Erfolg. Gleich nach Wiederanpfiff wurde früh und energisch gestört, das Tempo hoch gehalten und der Gegner damit in Verlegenheit gebracht. Dass nur zwei halbe Chancen des lauf- und spielfreudigen Fojcik dabei heraussprangen, war jedoch zu wenig. Die Tackenberger behielten aber die Nerven, spielten diszipliniert weiter und wurden schließlich durch Weinknechts Traumtor belohnt. Den Endstand stellte Tim Kasaj in der Nachspielzeit her, als er aufs leere Tor zuspazieren durfte.

Björn Wentz

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