Allerletzte Chance für NBO

Jenny Menz (r.) feierte mit NBO gegen Aibling und Carla Bellscheidt (r.) das letzte Erfolgserlebnis.
Jenny Menz (r.) feierte mit NBO gegen Aibling und Carla Bellscheidt (r.) das letzte Erfolgserlebnis.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Beim Bundesliga-Schlusslicht TuS Bad Aibling will evo NBO die letzte Chance nutzen, zumindest die Möglichkeit auf den Klassenerhalt zu wahren.

Chancen für einen Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg gab es in den vergangenen Wochen einige. Sie wurden allesamt nicht genutzt und so steht für die Bundesliga-Basketballerinnen von evo NBO heute beim TuS Bad Aibling die letzte Möglichkeit an, zumindest die Hoffnungen auf den Klassenerhalt aufrecht zu erhalten. Aber auch das Schlusslicht rechnet sich noch theoretische Chancen aus und wird daher vor eigenem Publikum noch einmal hoch motiviert an den Start gehen.

Abgeschrieben haben die New Baskets den Klassenerhalt noch nicht. Daher hat sich die Mannschaft bereits gestern auf den Weg Richtung Süden aufgemacht. Nach der Übernachtung in Bad Aibling steht dann heute morgen im 35 Kilometer entfernten Wasserburg noch eine kurze Trainingseinheit auf dem Programm, da in Aibling keine Halle für NBO zur Verfügung steht. Dort ist aber um 19.15 Uhr Sprungball und klar ist, dass dann eine Negativserie auf jeden Fall reißen wird. Die Gastgeberinnen verloren zuletzt fünf Spiele in Folge, NBO gar deren zehn. Die Oberbayern waren Mitte November das letzte Team, das die Oberhausenerinnen schlagen konnten.

Nicht zu vergleichen

Das sollte ebenso Mut machen wie die letzte Vorstellung gegen Wasserburg. Dort traten Lea Mersch und Co. konzentriert und mit großem Einsatzwillen an und boten dem Meisterschaftsfavoriten phasenweise Paroli. Eine ähnliche Leistung heute würde vermutlich einen Sieg bringen, doch die Spiele sind nicht miteinander zu vergleichen. Gegen Wasserburg gut auszusehen, ist wesentlich einfacher, als dem Druck der Favoritenrolle beim Schlusslicht standzuhalten.

Schmerzhaft ist diesem Zusammenhang auch der Ausfall von Amber Stokes. Die quirlige Amerikanerin fällt nach Angaben von Dr. Klaus Findt sechs bis acht Wochen aus. Neben der Langzeitverletzten Iva Grbas fehlt damit eine zweite Leistungsträgerin, die zuletzt vor allem in der Defensive konstant überzeugen konnte. Beide traten jedoch die Reise nach Oberbayern mit an, um das Team zumindest moralisch zu unterstützen.

Eine Schlüsselrolle fällt auch Monique Reid zu. Die gegen Wasserburg nach längerer Zeit wieder einmal stark aufspielende Amerikanerin wird es vor allem mit ihrer Landsfrau Candace Williams zu tun bekommen, der mit Abstand besten Punktesammlerin bei den Fireballs. „Im Training war Mo richtig stark“, hat Zberch beobachtet, „ich hoffe, sie bekommt dies auch im Spiel wieder aufs Feld.“

Neben Williams muss besonders auf die 1,90 m große Kanadierin Abbey Duinker sowie Ex-NBO-Akteurin Carla Bellscheidt und Lena-Marie Bradaric geachtet werden. Während Bellscheidt als große Flügelspielerin oft zum Korb zieht und über einen guten Wurf verfügt, ist Bradaric Dreh- und Angelpunkt im Aufbau. Im Hinspiel lieferte sie sich ein hartes Duell mit Mersch, auf das die Oberhausenerin diesmal vorbereitet ist. Trotz des Ausfalls von Stokes dürften die Oberhausenerinnen die größeren Alternativen auf der Bank haben, da Christina Krick nun doch wieder zur Verfügung steht. Mit einem starken Tape konnte sie bereits wieder trainieren und steht damit als weitere Alternative bereit, um mitzuhelfen, die allerletzte Chance beim Schopf zu packen.