Adler ist Außenseiter

Im Vorjahr triumphierte Adler Osterfeld im Kreispokal-Endspiel. Jetzt sind sie wieder drin.
Im Vorjahr triumphierte Adler Osterfeld im Kreispokal-Endspiel. Jetzt sind sie wieder drin.
Foto: WAZFotoPool
Was wir bereits wissen
Der Titelverteidiger Adler Osterfeld trifft Donnerstag auf den Landesligisten Sterkrade-Nord.

Adler Osterfeld -
Sterkrade-Nord Do 16

„Wir müssten schon einen verrückten Tag erwischen, um Nord zu schlagen“, sagt Udo Hauner vor dem anstehenden Pokalfinale am heutigen Donnerstag auf der Platzanlage des SC Glück-Auf Sterkrade an der Dachsstraße. Und das obwohl seine Osterfelder Mannschaft als Titelverteidiger ins Rennen geht.

Aber nicht nur wegen der Tatsache, dass Sterkrade-Nord eine Liga höher spielt, stapelt der Adler-Coach tief. „Die Nordler haben eine überragende Rückrunde gespielt. Sie treten äußerst kompakt auf und sind bekanntlich bei Standardsituationen sehr gefährlich“, weiß der erfahrene Hauner. „Eine richtig gute Truppe. Da müssen wir schon über uns hinauswachsen.“ Dass die Rothebuscher dies können, ist ebenso bekannt.

Dass zeigt nicht nur der Pokalsieg im vergangenen Jahr. Denn auch in dieser Runde scheiterten schon Bezirksliga-Spitzenreiter und So-gut-wie-Meister Blau-Weiß Oberhausen sowie Landesligist Arminia Klosterhardt an der Hauner-Truppe. „Warum soll uns also eine solche Leistung nicht ein drittes Mal gelingen?“, hofft Osterfelder Trainer folglich, der auch mal bei den Schmachtendorfern das Sagen an der Außenlinie hatte. „Das ist für mich aber nicht relevant.“ Serkan Al und Enes Bayram stehen auf Adler-Seite auf der Kippe.

Zuversichtlich gehen die Nordler das Endspiel an, obwohl sie personell einige Stammkräfte zu ersetzen haben. So sind Spielmacher Hilal Ali Khan gelbgesperrt, der zweifache Torschütze beim 2:1-Derbysieg gegen Arminia Klosterhardt, Yanik van De Sand als auch Angreifer Mike Ratkowski jeweils beruflich verhindert. Ivica Karabaic plagen seit Wochen Knieprobleme, der Offensivmann muss sich am kommenden Dienstag einer MRT-Untersuchung unterziehen. Stammtorwart Christian Klingbeil laboriert immer noch an einer Bauchmuskelzerrung, für ihn wird weiter Vertreter Paul Kornettka zwischen den Stangen stehen.

Darüber hinaus sind Kapitän Christian Biegierz und Julian Berg angeschlagen. „Ich bin trotzdem guter Dinge, dass wir Adler das Leben schwer machen und als Sieger vom Platz gehen können“, ist Markus Kowalczyk trotz der Personalsituation optimistisch. „Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir über einen breiten und ausgeglichenen Kader verfügen“, erklärt der Nordler Coach und fügt an: „Wir haben uns sehr gut entwickelt. Jeder einzelne hat sich verbessert. Dadurch sind die Qualitätsunterschiede innerhalb der Mannschaft nicht mehr so groß. Ich vertraue jedem meiner Spieler.“
Bereits um 13 Uhr geht der Finaltag am heutigen Donnerstag an der Alsfeld-Road von Glück-Auf mit dem Finale der Damen los. Dann trifft Bezirksligist Arminia Klosterhardt auf den Landesligisten BW Fuhlenbrock.