Achtelfinale abgesagt
21.02.2012 | 16:34 Uhr 2012-02-21T16:34:00+0100Florian Abel hat sich den Mittelfuß angebrochen und Timo Kunert wurde für drei Spiel gesperrt. Außerdem wurde die Achtelfinalpartie des Niederrheinpokals gegen Remscheid abgesagt
Die Sorgen von Trainer Mario Basler nehmen nicht ab. In den kommenden Wochen muss der RWO-Coach die komplette rechte Seite neu besetzen. Denn dann fehlt nicht nur Timo Kunert, der nach seiner Roten Karte „wegen rohen Spiels“ im Heimspiel gegen den Chemnitzer FC vom DFB-Sportgericht jetzt mit einer Sperre von drei Meisterschaftsspielen belegt wurde. Auch Florian Abel, der gegen Chemnitz hinter Kunert auf der rechten Seite eine gute Partie machte, steht vorerst nicht zur Verfügung. Das rot-weiße Eigengewächs hatte sich gegen Chemnitz kurz vor Schluss, ohne Einwirkung des Gegners, den Mittelfuß angebrochen. Er darf jetzt zunächst drei Wochen lang den Fuß nicht belasten. Danach entscheiden die Ärzte, ob und wann der 22-jährige Abel wieder belastungsfähig ist.
Überraschend kam die Nachricht aus Remscheid nicht: „Auf Grund der Unbespielbarkeit des Platzes im Röntgenstadion wurde das für Mittwoch, 22. Februar, angesetzte Niederrheinpokal-Achtelfinale zwischen dem FC Remscheid und dem SC Rot-Weiß Oberhausen abgesagt. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.“
Schon vor über einer Woche hatte RWO-Trainer Mario Basler bei einem Pressegespräch zu einem anderen Thema erklärt: „Gehen Sie mal ruhig davon aus, dass das Pokalspiel ausfällt.“ Dass der Coach des Drittligisten die Partie in Remscheid schon früh aus seinen Planungen strich, hat nichts mit etwaigen hellseherischen Fähigkeiten des Ex-Profis zu tun. Eher mit der Durchschaubarkeit des Landesligisten, dem die Ansetzung des Spiels nicht in den Kram passte.
Weder ein Rüffel des Fußballverbandes im Vorfeld noch das milde und trockene Wetter der vergangenen Tage hinderte die Bergischen nun nicht an der vorhersehbaren Absage. Hintergrund war bekanntlich folgender: Da das Röntgenstadion über kein Flutlicht verfügt und zwei alternative Stadien im Umfeld vom FVN für nicht tauglich erklärt wurden, sollte das Spiel um 15 Uhr angepfiffen werden. Für einen Landesligisten mit reinen Amateurspielern in der Tat eine kaum zu leistende Aufgabe. Da ein Wochenende aber nicht zur Verfügung steht, die nächste Runde bereits für Anfang April terminiert ist und die Remscheider sich partout weigerten, das Heimrecht selbst bei einer finanziellen Garantieeinnahme zu tauschen, blieb dem Verband keine andere Terminvorgabe übrig.
Der FVN hatte für den Fall einer Absage bereits den 7. März als neuen Termin angekündigt. Doch auch das ist wieder ein Mittwoch, und wieder müsste frühzeitig angepfiffen werden. Daher ist davon auszugehen, dass das Röntgenstadion auch dann noch absolut unbespielbar sein wird. Vermutlich wird sich das erst mit dem Beginn der Sommerzeit ändern.
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