Hallenstadtmeisterschaft : "Haydi Safak!"
Der TSV Safakspor dominierte die Hallenstadtmeisterschaft und gewann verdient
Für Robert Duda war das Wochenende ein Einstand nach Maß. Duda wurde Samstag als neuer Trainer des Bezirksliga-Spitzenreiters TSV Safakspor vorgestellt, führte das Team Samstag gleich in die Hauptrunde der Stadtmeisterschaft und Sonntag schließlich zum Titelgewinn. „Haydi Safak!”
„Super”, schwärmte Duda, der sein Hauptaugenmerk auf Disziplin und Kondition legen will. Zumindest am Wochenende bestand in dieser Hinsicht keinerlei Handlungsbedarf. Der TSV spielte hart aber fair, mit unbändigem Kämpferherz und technisch vom Allerfeinsten. Im Halbfinale zerlegte Safak erst die U 23 von RWO im wohl besten Spiel des Turniers, im Finale musste der SV Adler Osterfeld dran glauben. Der türkische Sportverein wurde in der Endrunde von einer großen Zahl Landsleuten lautstark unterstützt. Das gab Safak den letzten Schub.
Beste
Werbung
Erfreulich: Es blieb ohne Zwischenfälle. Die Safak-Anhänger jubelten sogar dem SV Adler im Finale zu – als die Osterfelder zum 1:5 und 2:5 verkürzt hatten. Das war Fair Play und beste Werbung für den Oberhausener Amateurfußball. Schade nur, dass viele Zuschauer bei der Siegerehrung durch Oberbürgermeister Klaus Wehling und SSB-Präsident Josef Loege nicht mehr in der Halle weilten. „Das gehört sich nicht. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Anstand gewünscht”, so Dieter Wilms von der Fachschaft Fußball.
Für positive Schlagzeilen sorgte der SC Buschhausen 1912. Der Kreisligist scheiterte erst im Halbfinale an Adler, besiegte aber im Spiel um Platz drei die „Kleeblätter” von RWO. Und auch die anderen beiden Kreisligisten TBO und Glück-Auf Sterkrade, die es gleichfalls in die Finalrunde geschafft hatten, zogen sich äußerst achtbar aus der Affäre. „Daran haben weder die Jungs noch ich geglaubt”, war TBO-Coach Michael Zwick mit dem Erreichten rundum zufrieden.
Gerne weiter gekommen wäre auch Titelverteidiger SuS 21. Aber das Schleuse-Team scheiterte im letzten Gruppenspiel an RWO. Dabei hätten die SuS-Kicker gerne in Abwesenheit ihres Trainer Michael Schneider geglänzt. Der war unter der Woche mit einer schlimmen Blinddarm-Entzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden und musste sich sogar einer Not-Operation unterziehen. Vertreten wurde „Muchel” von Marc Steinmann.
Neben vielen Ehrengästen aus Sport und Politik ließen sich auch mal wieder einige Zweitligaprofis von RWO blicken. Dimi Pappas hatte ebenso viel Spaß an den ansehnlichen und auf hohem Niveau geführten Spielen der Finalrunde wie seine Mannschaftskollegen Dominik Borutzki und Marcel Dietz. U 23-Neuzugang Musa Celik soll sogar mit seinen Landsleuten vom TSV Safakspor mitgefiebert haben. Pappas süffisant: „Der war mittendrin. Ich glaube sogar, Musa war der Anpeitscher.”




