3:2 - RWO erlebt Energieschub gegen Viktoria Köln

Alex Scheelen bejubelt sein Traumtor zum 2:1, der Rest der Truppe freut sich mit.
Alex Scheelen bejubelt sein Traumtor zum 2:1, der Rest der Truppe freut sich mit.
Was wir bereits wissen
Beim 3:2 im letzten Heimspiel der Saison gegen Viktoria Köln drehten die Kleeblätter aus Oberhausen den Pokalfrust ins Positive.

Oberhausen..  Hut ab! Nach der ebenso deprimierenden wie kräftezehrenden Pokalfinal-Niederlage raffte sichRot-Weiß Oberhausenim letzten Heimspiel der Saison zu Großem auf. Die Elf von Trainer Andreas Zimmermann schlug Viktoria Köln nach bärenstarker Vorstellung 3:2 (2:1). Dies obwohl den Rot-Weißen gegen Ende der Partie die Kräfte schwanden. Dies obwohl die Viktoria vor der Partie noch Chancen auf die Meisterschaft hatte. Doch mit der Niederlage und dem 4:0-Sieg der U 23 von Borussia Mönchengladbach II gegen Uerdingen ist die Regionalliga West entschieden. Die Fohlen spielen die Relegation zur Dritten Liga.

Dies dürfte den Oberhausenern vor der Partie egal gewesen sein. Wichtiger war es, den Frust aus der Niederlage in Essen in positive Energie umzusetzen. Genau das gelang von Beginn an. RWO war in den Zweikämpfen präsent und zeigte sich laufstark. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Dominik Reinert mit einer verunglückten Flanke, die sich fast ins Tor von Viktoria-Schlussmann Nico Pellatz gesenkt hätte (20.). Nur drei Minuten später aber profitierten die Gäste von einem Patzer von Alex Scheelen. Lukas Nottbeck knöpfte ihm vor dem RWO-Strafraum den Ball ab und legte quer auf Silvio Pagano. Der bezwang RWO-Torwart Philipp Kühn mit einem platzierten Schuss ins lange Eck.

Rot-Weiß Oberhausen nimmt Abschied von sechs Spielern

Wer dachte, dass dies die Viktoria nach vorn bringen und Rot-Weiß hingegen einbrechen würde, sah sich sehr schnell getäuscht. Eine Hereingabe von Reinert verstolperte David Jansen noch am kurzen Pfosten, lenkte den Ball dabei aber so glücklich weiter, dass Gökhan Gümüssu einschieben konnte (26.). Das war praktisch der Gegenzug und nur weitere drei Minuten später machte Scheelen seinen Fehler mehr als wett. Im Doppelpass mit Jansen kam er aus 20 Metern frei zum Schuss und donnerte die Kugel unhaltbar für Pellatz in den Winkel.

Das beeindruckte die Kölner Millionentruppe sichtlich, bis zur Pause blieb sie auf Schadensbegrenzung bedacht. Felix Haas musste kurz zuvor verletzt ausgewechselt werden. Zimmermann brachte Patrick Bauder und ließ Robert Fleßers in die Innenverteidigung rücken. Eine gute Maßnahme, denn nach dem Wechsel war klar, dass Viktoria alles daran setzten würde, das Spiel noch zu drehen. Auch wenn die 2:0-Führung der Gladbacher gegen den KFC die Runde gemacht hatte. So bekam Torwart Kühn im Zwei-Minutentakt gegen Mike Wunderlich, Timo Röttger und Lukas Nottbeck die Gelegenheit, bei seiner Abschiedsvorstellung Klasse zu zeigen. Machtlos war er nach einer Ecke von Wunderlich. Der eingewechselte Marcus Steegmann stieg am höchsten und rammte per Kopf ein (78.). Da hätte Rot-Weiß schon 3:1 führen können, doch Gümüssu übersah den besser postierten Raphael Steinmetz und setzte den Ball stattdessen ans Außennetz.

Doch wiederum im Gegenzug nach dem 2:2 machte Steinmetz alles richtig. Bei seinem ersten Versuch wehrte Pellatz noch ab, bekam den Ball aber zurück und guckte diesmal den Viktoria-Innenverteidiger per Beinschuss aus. Der Kölner Schlussmann konnte nur noch hinterher schauen: 3:2 (79.).

Mit letzter Kraft brachte RWO den verdienten Erfolg über die Runden und ließ sich dann feiern.