Zweite Nord-Mannschaft steigt in Liga zwei auf

Valentin Buckels ist trotz seines jungen Alters schon einer der Leistungsträger im zweiten Nord-Team.
Valentin Buckels ist trotz seines jungen Alters schon einer der Leistungsträger im zweiten Nord-Team.
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Was wir bereits wissen
Die zweite Mannschaft des SV Nord ist in die 2. Schach-Bundesliga aufgestiegen. In der NRW-Oberliga belegte sie den ersten Platz.

Einer der erfolgreichsten Schachvereine in Deutschland ist der SV Nord. Auch wenn es in der Bundesliga in der vergangenen Saison nicht nach Wunsch lief und ein vorderer Rang mit großem Abstand verpasst worden ist, gab es bei den Mülheimern, die ihr Domizil im Gebäude des Hallenbades Süd (An den Sportstätten) haben, einen Grund zum Feiern. Die zweite Mannschaft brachte das Kunststück fertig, von der NRW-Oberliga in die Zweite Bundesliga aufzusteigen. Und dort wird sie auch – trotz der finanziell nicht einfachen Situation für den Verein – in der kommenden Saison antreten.

Am letzten Spieltag konnten sich die Mülheimer sogar ihre zweite Saisonniederlage erlauben, ohne den Spitzenplatz zu verlieren. Die Partie gegen den Düsseldorfer SK endete mit 1,5:6,5 Punkten. Joep Nabuurs siegte am dritten Brett gegen Francesco de Gleria. Unentschieden endete das Match am Spitzenbrett zwischen dem Mülheimer Thomas Beerdsen und seinem Gegner Lars Stark. Leer gingen dieses Mal die Nord-Spieler Nico Zwirs (gegen Dirk Schuh), Andreas Wittenberg (gegen Sjoerd Plukkel), Valentin Buckels (gegen Floris van Assendelft), Mees van Osch (gegen Jan Lauzeningks), Tom Bus (gegen Stefan Balster) und André Krüger (gegen Rick Duijker) aus.

Die Mülheimer thronen in der Abschlusstabelle mit 13 Punkten an der Tabellenspitze – nach sechs Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen. Beteiligt am Aufstieg waren Volmar Dinstuhl, Thomas Beerdsen, Nico Zwirs, Amir Rezasade, Joep Nabuurs, Thijmen Smith, Andreas Wittenberg, Valentin Buckels, Benjamin Nachbar, Mees van Osch, Tom Bus, André Krüger, Holger Heimsoth, Philipp Limbourg und Talik Roitburd. Erfolgreichster Nord-Akteur war Tom Bus mit vier Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Auf fünf Punkte kam – allerdings in zehn Partien – auch Nachwuchsspieler Valentin Buckels. Auch Benjamin Nachbar hatte mit 4,5 Zählern einen beachtlichen Anteil am großen und unerwarteten Erfolg.

Hoher logistischer Aufwand

„Die Mannschaft hatte sich einen guten Mittelfeldplatz zum Ziel gesetzt. Der erste Platz ist aus meiner Sicht eine Überraschung und der Lohn für eine sehr starke Saisonleistung. Auf den Verein kommt nun eine höhere finanzielle Belastung zu. Aber es wäre unfair gegenüber unseren Spielern gewesen, das Aufstiegsrecht jetzt nicht wahrzunehmen. Wir werden also in der Zweiten Liga antreten“, sagt Heinz Schmitz.

Der Nord-Vorsitzende hat nicht nur die finanziellen Probleme im Auge. Schmitz sagt: „Zwei Mannschaften auf Bundesebene bedeuten einen höheren logistischen Aufwand als zuvor. Wir benötigen Leute, die sich um den Ablauf der Spieltage kümmern. Daher werden wir uns in den kommenden Wochen bemühen, noch mehr für den Breitensport zu tun. Hier besteht die beste Möglichkeit, Leute zu finden, die Spaß daran haben, sich in die Vereinsarbeit einzubringen.“

Im Moment sind die Verantortlichen beim SV Nord sehr stolz auf ihre zweite Mannschaft. „Es gab eine Zeit, in der Eichbaum als einzige Mülheimer Mannschaft in der Zweiten Bundesliga spielte. Davon träumten wir damals. Und nun kämpft dort sogar unsere zweite Mannschaft um Punkte“, so Schmitz, der Vater des Erfolges.