Zwei Generationen an Bord
25.08.2009 | 19:30 Uhr 2009-08-25T19:30:00+0200
Der Mülheimer Kanusport-Verein startet bei den deutschen Drachenbootmeisterschaften am 12./13. September in München in allen drei Leistungsklassen. Das Team „Roter Drache” peilt sowohl mit dem Herrenboot als auch mit dem Damenteam und der Mixedmannschaft eine Platzierung auf dem Siegerpodest an.
Die Mülheimer starten im 200- und 500-Meter-Rennen, da sie eher auf die Sprintstrecken spezialisiert sind. Im vergangenen Jahr, als der MKV nur mit seinem Mixed-Team am Start war, landete das Mülheimer Drachenboot zweimal auf Rang vier. „Nach dieser Platzierung ist die Zielsetzung ja fast logisch”, sagt Teamkapitän Thorsten Günster.
Günster und der Krafttrainer Ingo Triebel stellten innerhalb kurzer Zeit auch ein Damen- und Herrenboot auf die Beine. Die Athleten, die größtenteils aus dem Kanurennsport kommen, wurden mit vielen tausend Trainingskilometern auf die Titelkämpfe auf der Münchener Olympiastrecke von 1972 vorbereitet. „Deutsche Meisterschaften sind immer ein Ganzjahresprojekt”, erklärt Ingo Triebel. Nach der DM in München beginnt bald schon wieder die Vorbereitung für Duisburg 2010.
Teambildung im Winter
Obwohl die Mülheimer Teams zuletzt stark verjüngt wurden, sind immer noch zwei Generationen mit an Bord. „Das ist überhaupt kein Problem. Die 18- und 50-Jährigen wachsen im Wintertraining als Mannschaft zusammen”, erklärt Triebel.
Das Trainerteam traut in München allen drei MKV-Booten Podestplätze zu. Die Frauen-Mannschaft wurde dreifacher Westdeutscher Meister und unterstrich damit ihre Ambitionen. Das stärkste Aufgebot der Mülheimer bleibt aber das Mixed-Team. „In dem Boot sitzen die zwölf besten Männer und die acht stärksten Frauen – da gibt es fast keine Schwachstelle mehr”, sagt Ingo Triebel. Die Hauptkonkurrenz im Kampf um die ersten drei Plätze kommt aus Hannover, Wuppertal und Neubrandenburg.
Das Mülheimer Team „Roter Drache” reist schon eine Woche vorher nach München, um sich dort in einem Trainingslager vor allem an die schwer zu fahrende Bahn zu gewöhnen. Die künstlich angelegte Strecke wird durch kaltes Gebirgswasser gespeist und ist mit Regattabahnen im Ruhrgebiet überhaupt nicht zu vergleichen.
Im Normalfall muss jedes MKV-Team bei den deutschen Titelkämpfen drei Rennen absolvieren – Vorlauf, Zwischenlauf, Endlauf. Insgesamt werden 24 Starter pro Boot gemeldet. Da aber nur 20 Mann an Bord sind, kann vor jedem Rennen gewechselt werden. „Es kommt auf die Gegner an, ob wir schon im Vorlauf das beste Team an den Start schicken müssen”, sagt Thorsten Günster.
Nach zwei Jahren ohne Podestplatz ist das Team „Roter Drache” sehr optimistisch, dass es in München mit Top-Platzierungen klappt. „Bloß nicht wieder Rang vier”, lautet die Hoffnung des Mülheimer Teamkapitäns.
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