Zurück in die Spur finden

Dass Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst in schlechter Regelmäßigkeit seine Wunden lecken muss, war nach einer gewinnbringenden Hinrunde nicht abzusehen. Im Frühjahr sind die Uhlen unverhofft aus der Kurve geflogen und müssen nach drei der unterirdischen Chancenverwertung geschuldeten Niederlagen um die Teilnahme am Final Four (4. und 5. Juli) bangen.

Verfolger Crefelder HTC hat zu den Mülheimern aufgeschlossen, dahinter lauert in Schlagdistanz der Berliner HC. Im letzten Match vor der fünfwöchigen World-League-Pause am Samstag, 16.30 Uhr, beim Club an der Alster geht es für die Auswahl von Trainerin Tina Bachmann darum, die Kurskorrektur zu vollziehen und nicht weiter an Boden zu verlieren. Kein leichtes Unterfangen bei den Hanseaten (mit den Ex-Uhlen Felix Reuß und Christopher Rühr), die sich in der Rückrunde gefangen haben. Am vergangenen Wochenende war die eindrucksvolle Siegesserie bei der 0:1-Niederlage in Krefeld gerissen.

Der Mülheimer Tross ist am Freitagnachmittag ohne den erkrankten Johannes Schmitz mit dem Zug in Richtung Hansestadt gereist. Beim Training am Feiertag machte Teammanager Horst Stralkowski gute Stimmung aus. „Nach der Niederlage gegen den UHC Hamburg war die Mannschaft bitter enttäuscht, aber die Jungs haben sich wieder gefangen und im Training einen guten Eindruck gemacht. Für das Spiel gegen den Club an der Alster bin ich gar nicht pessimistisch.“

Nicht alle Uhlen werden bei der Rückfahrt im Zug sitzen. Wenn es am Sonntag für die Uhlenhorster Damen im Hamburger Stadtteil Großflottbek um den Aufstieg in die Erste Bundesliga geht, wird ihnen so mancher männliche Klubkollege fest die Daumen drücken.

Mahn erwartet schwere Aufgabe

Der Club an der Alster möchte an das anknüpfen, was man bisher in dieser Rückrunde gezeigt hat. „Und das war viel“, sagt Coach Joachim Mahn. „Ich bin überzeugt, dass wir uns auch weiter gute Möglichkeiten erspielen werden, um dann auch die nächsten Spiele erfolgreich zu gestalten.“ Gegen die zuletzt etwas glücklosen Mülheimer Herren werde es aber eine schwere Aufgabe.