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Zengerle im Nationaltrikot

10.06.2012 | 17:42 Uhr
Zengerle im Nationaltrikot
Antonia Zengerle, hier im Uhlenhorster Dress, absolvierte drei Länderspiele für das U18-Team. Archivfoto: Wojtyczka

Antonia Zengerle, Nachwuchs-Hockeyspielerin des HTC Uhlenhorst, ist aus dem sächsischen Freiberg nach Mülheim zurückgekehrt. Sie absolvierte im Dress der deutschen U18-Nationalmannschaft drei Länderspiele gegen Polen.

Nach dem 6:2-Auftakterfolg in der Dreierserie tat sich die deutsche Mannschaft im zweiten Match im Rahmen des Deutsch-Polnischen Jugendwerks schwerer. Es reichte in Freiberg aber trotzdem zu einem 2:1-Erfolg. Die DHB-Auswahl von Bundestrainer Akim Bouchouchi drehte einen 0:1-Rückstand binnen acht Minuten durch Tore von Lara Dodd und Kira Horn noch zum Sieg um.

Als „ein bisschen zäh“ beurteilte Bouchouchi die erste Halbzeit seiner Mannschaft. Es wollte trotz leichter Überlegenheit nicht allzu viel klappen, auch die Umsetzung einiger vom Bundestrainer angesagter taktischer Varianten wollten nur bedingt funktionieren. Torlos ging es in die Pause.

In der zweiten Hälfte wurde das deutsche Spiel griffiger und besser. Als dann eigentlich der Führungstreffer für die Gastgeberinnen in der Luft lag, platzte in den deutschen Angriffsdruck hinein „ein ganz blöder Konter“ (Bouchouchi), der Polen nach 45 Minuten zum 1:0 führte. Bewundernswert die Reaktion der deutschen Mannschaft: Der Rückstand brachte sie nicht aus dem Konzept, sondern förderte nur die Entschlossenheit, das Ergebnis unbedingt noch korrigieren zu wollen.

Schon nach drei Minuten war der Ausgleich hergestellt, als Lara Dodd einen polnischen Diagonalpass erlaufen hatte und den sich bietenden Freiraum mit einem Chip über den Torwart erfolgreich abschloss. Und bereits fünf Minuten später fiel das 2:1. Kira Horn behielt in der vielbeinigen Ansammlung vor dem polnischen Kasten die Übersicht und drückte die Kugel über die Linie. In der Schlussviertelstunde lag eher noch ein drittes deutsches Tor im Bereich des Möglichen als ein zweiter polnischer Treffer in das von Melina Musolf gehütete Gehäuse.

Das dritte Länderspiel entschieden die Deutschen mit 1:0 (0:0) für sich. Für das Tor des Tages sorgte nach 46 Minuten Paula Heuser. „Das war knapp, denn die Polinnen hatten in der zweiten Halbzeit fast mehr Chancen als wir“, sah der DHB-Coach ein Duell auf Augenhöhe. Dass sich seine Mannschaft in allen drei Partien gegen einen im Durchschnitt um gut ein Jahr älteren Polinnen durchsetzen konnte, war für Bouchouchi ein willkommenes Nebenprodukt. „Auch von der Entwicklung des Teams und der einzelnen Spielerinnen haben uns die Tage in Freiberg vorangebracht.“

Positive Erkenntnisse

Mehr positive als negative Erkenntnisse nimmt der Düsseldorfer Coach mit aus dem DPJW-Lehrgang. „Erstens war es wirklich toporganisiert in Freiberg. Wir hatten hier tolle Möglichkeiten. Ein paar Spielerinnen haben die Chance genutzt, sich für weitere Einsätze zu empfehlen. Aber wir hatten sicherlich auch Phasen, über die wir sprechen müssen, und Details, an denen es zu arbeiten gilt“, so Bouchouchi. Schon bald gibt es dazu Gelegenheit. Am 20. Juni reist die deutsche U18 zu vier Länderspielen gegen Irland nach Dublin.



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