„Wir wünschen uns alle den Europapokalsieg“

Christian Häbel ist seit über zehn Jahren erster Vorsitzender des HTC Uhlenhorst.
Christian Häbel ist seit über zehn Jahren erster Vorsitzender des HTC Uhlenhorst.
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Was wir bereits wissen
Christian Häbel hat den Europapokal als HTCU-Vorsitzender federführend organisiert. Im Interview spricht er über seine Erwartungen und die Resonanz

In diesem Frühjahr tritt Christian Häbel nach über zehn Jahren als Vorsitzender des HTC Uhlenhorst ab. Der Halleneuropapokal in Mülheim ist das letzte große Highlight in der Amtszeit des Präsidenten. Marcel Dronia hat mit ihm gesprochen.

Herr Häbel, der Europapokal läuft so langsam an. Wie sind ihre ersten Eindrücke aus der RWE-Sporthalle?

Der Freitagmorgen war natürlich noch etwas schleppend, das ist an einem Arbeitstag ja auch nicht verwunderlich. Es war aber schön, dass die Hölterschule mit fast der gesamten Schule in der Halle war. Es hat eine tolle Stimmung geherrscht und die Kinder haben dem Ganzen wirklich einen schönen Rahmen verliehen.

Welche Zuschauerresonanz erwarten Sie im Hinblick auf das Wochenende?

Der Vorverkauf war ganz in Ordnung. Ich denke aber, dass sich viele noch überlegen werden, spontan in die Halle zu kommen. Es hängt wahrscheinlich auch ein bisschen vom Abschneiden unserer Mannschaft ab. Kommt sie am Sonntag ins Endspiel, werden wahrscheinlich noch einmal ein paar Zuschauer mehr kommen, um das Team zu unterstützen.

Apropos Endspiel – Sie wünschen sich schon den Europapokalsieg vor heimischem Publikum, oder?

Ja, selbstverständlich. Das ist, was wir uns im Verein alle erhoffen. Ich weiß, dass aber auch die Spieler diese hohe Erwartung an sich selbst stellen. Der Gewinn des Europapokals ist die Zielsetzung.

In Ihrem Amt als HTCU-Vorsitzender ist der Europapokal das letzte große Highlight. Wie viel Arbeit hat der Verein in die Organisation gesteckt?

Nachdem wir im vergangenen Jahr nach dem Gewinn des Hallenmeistertitels ja relativ schnell die Zusage für die Ausrichtung bekommen haben, haben wir uns seit über einem halben Jahr um die Planung gekümmert. Es ist wirklich eine arbeitsintensive Aufgabe, die wir auf ein zehnköpfiges Organisationsteam verteilt haben. Wir sind aber froh, dass der gesamte Klub an diesem Wochenende mit anpackt, sei es an der Kasse, im Verkauf oder beim Fahrdienst. Da sind wir jedem Einzelnen wirklich sehr dankbar für seinen Einsatz.

Es ist von einem Budget von 40.000 Euro für den Europacup die Rede. Muss man bei einer solchen Veranstaltung mit einer schwarzen Null zufrieden sein?

Ja! Wenn wir am Ende mit einer schwarzen Null herausgehen, dann sind wir zufrieden. Dieses Event veranstalten wir nicht, um großartig Geld zu machen, sondern um unseren Spielern ein internationales Turnier vor der Haustür zu ermöglichen. Außerdem ist dieser Wettbewerb auch für die Stadt Mülheim eine tolle Sache, schließlich haben wir Gäste aus sieben Ländern.

Stichwort Finanzen: Als HTCU-Vorsitzender haben Sie im Bereich Sponsoring eine Menge bewegt. Wie gewinnen Sie Sponsoren für den Klub?

Die Sponsorenakquise ist harte Arbeit. Hierbei hilft uns allerdings unsere Klubphilosophie, welche die Förderer überzeugt: Das Setzen auf die eigene Jugend mit Spielerinnen und Spielern aus Mülheim und der unmittelbaren Umgebung, die sich mit dem Verein und der Stadt identifizieren und zum größten Teil auch dem Klub im Erwachsenenbereich erhalten bleiben. Wenn man sich den aktuellen Kader der ersten Herrenmannschaft einmal anschaut, stellt man ziemlich schnell fest, dass der überwiegende Teil der Mannschaft entweder hier mit dem Hockeyspielen angefangen hat oder noch vor dem Teenageralter hierhin gewechselt ist. Dazu verstärken wir uns auf einzelnen Positionen mit Spielern, die nicht nur spielerisch in die Mannschaft passen, sondern auch charakterlich. Diese regionale Verbundenheit und die Loyalität der Spielerinnen und Spieler zum Verein gefällt natürlich auch den Geldgebern.