Wiedergutmachung ist angesagt

Aller Anfang ist schwer. Diese schmerzliche Erkenntnis musste Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst am vergangenen Samstag beim mit Startschwierigkeiten beladenen Neustart beim Crefelder HTC über sich ergehen lassen. Nach der mit vielen Unzulänglichkeiten versehenen 0:2-Niederlage ergaben sich zwangsläufig Fragen. Fragen, die am Samstag, 16 Uhr, im Waldstadion gegen Blau-Weiss Berlin beantwortet werden wollen.

Nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs war die Laune in beiden Lagern im Keller. Während die Uhlen beim Westnachbarn chancenlos waren, gingen die Blau-Weißen im Hauptstadtduell beim BHC mit 0:5 unter. Beide Klubs stehen so unter Erfolgsdruck. Der HTCU muss seinen Platz im Vorderfeld behaupten und darf keine Punkte liegen lassen; die Gäste müssen derweil aufpassen, nicht noch in den Abstiegsstrudel zu geraten.

HTCU-Cheftrainerin Tina Bachmann berichtet von einer „sehr intensiven Woche“. „Mit so einem Spiel wie in Krefeld kann weder der Staff noch die Truppe zufrieden sein. Wir haben es dem CHTC bei dessen Toren viel zu leicht gemacht. Und wir haben es nicht geschafft, den Gegner unter Druck zu setzen. Doch so ein Spiel kann man bei der Vorbereitung auf die nächste Partie gut nutzen. Ich bin sehr gespannt auf die Reaktion der Mannschaft. Ich habe das gute Gefühl, dass wir Dinge in Gang gesetzt haben.“ Die ehemalige Nationalspielerin weiter: „Ich erwarte von den Jungs Einsatzbereitschaft, Spielfreude, eine bessere Abstimmung und möglichst hohen Ballbesitz.“ Auch bei Teammanager Horst Stralkowski ist die Erwartungshaltung hoch: „Wir müssen dringend in die Spur finden. Es gibt nicht einen Grund, die Berliner auf die leichte Schulter zu nehmen.“

Punkte erwartet man beim TC Blau-Weiss, der sechs seiner insgesamt zehn Zähler in der Fremde gesammelt hat (Siege beim Club an der Alster Hamburg und beim Mannheimer HC), nicht zwingend beim Gastspiel im Mülheimer Waldstadion. „Das wird sicher schwer, und in der Vergangenheit gab es für uns dort nicht viel zu holen“, weiß Co-Trainer Hendrik Gay. „Das ist jetzt auch nicht ein Spiel, wo wir punkten müssen, unsere Big-Point-Spiele kommen dann danach, das wissen wir auch. Aber in unserer Situation müssen wir jede Möglichkeit wahrnehmen, um zu punkten.“

Mit Blick auf die Abstellungen ist es in dieser Woche zügig weitergegangen. Die Nationalspieler Benedikt Fürk und Lukas Windfeder weilten mit dem A-Kader von Montag bis Mittwoch in London und sind mit zwei Spielen gegen Gastgeber England in den Knochen und mental platt zurückgekehrt. Beim Training am Donnerstag mit den Kollegen gab es bei den beiden Auswahlspielern mit Blick auf die körperliche Belastung weitreichende Abstriche. Gegen Blau-Weiß werden sie wieder gebraucht.