Wieder ein Sechs-Punkte-Spiel

Beim HTC Uhlenhorst steckt derzeit der Wurm im Sturm. Nach den beiden 1:2-Niederlagen beim Harvestehuder THC und daheim gegen den Berliner HC ist der in der Hinrunde noch so stabile Rekordmeister unter Druck und mit Blick auf das Final Four Anfang Juli in Hamburg in Bedrängnis geraten. Am Samstag, 16 Uhr, gastiert im nächsten Spitzenspiel der UHC Hamburg im Waldstadion. Auf dem Mülheimer Kunstrasen kommt es zur nächsten Sechs-Punkte-Partie.

Bevor es in die der World League geschuldeten Bundesligapause geht, türmen sich vor den Uhlen die hanseatischen Herkulesaufgaben auf. Jetzt der UHC mit seinen vier Nationalspielern, eine Woche später wartet der vehement in Fahrt gekommene Club an der Alster. Der HTCU kann bei diesem Pensum viel gewinnen, aber auch viel verlieren. Ziel muss am Samstag ein Heimsieg sein. Gegen Jan Philipp Rabente und Co. soll das besser werden, was zuletzt böse gehakt hat: Die Konsequenz im Schusskreis, wo Harmlosigkeit und eben keine unbedingte Entschlossenheit geherrscht hat. „Wir müssen es einfach erzwingen“, hatte Kapitän Thilo Stralkowski nach der bitteren Niederlage gegen den BHC gesagt. Der UHC lebt das oftmals vor. Mit 54 Treffern stellt er zusammen mit Spitzenreiter Köln und Harvestehude die beste Offensivabteilung. Derweil verweist der HTCU auf die beste Defensive (27 Gegentore in 16 Spielen).

Nach der unterirdischen zweiten Halbzeit gegen den BHC ist es für Horst Stralkowski vorrangig, den Druck von der Mannschaft zu nehmen: „Wir werden die Tabellensituation und den UHC ausblenden und uns das Video von den Hamburgern erst am Spieltag ansehen.“ Der Teammager weiter: „Es geht darum, dass wir uns allein auf uns konzentrieren und unser Spiel kreieren. Dann müssen wir schauen, was dabei herauskommt.“ Und was muss vorrangig besser werden? „Im Schusskreis ist Ende. Bis dahin geht es.“

Auf Hamburger Seite wird die Kugel flach gehalten. „Das ist jetzt nicht alles entscheidend, aber schon ein sehr wichtiges Spiel, denn der Sieger setzt sich nicht nur vom Verlierer ab, sondern unter Umständen auch von den anderen Verfolgern“, weiß UHC-Coach Kais al Saadi, der sich gut an die 0:1-Hinspielniederlage im Hinspiel erinnert. „Wir sind also vorgewarnt. Für mich ist es ein 50:50-Spiel, und wir haben zuletzt gesehen, dass an der Spitze alles so eng ist, dass praktisch alles passieren kann. Mal schauen, was wir in Mülheim reißen können.“ Neben Stürmer Jonas Fürste droht auch Oliver Korn mit Knieproblemen auszufallen.

Für die Nationalspieler Benedikt Fürk und Lukas Windfeder nimmt die hohe Belastung ihren Lauf. Nach dem Stützpunkt und den beiden Länderspielen gegen Argentinien (4:2 und 1:2) in Hamburg geht es in der nächsten Woche im Takt zügig weiter. Immerhin ist der Weg diesmal nicht weit. Der Stützpunkt drei mit zwei Länderspielen gegen Irland findet von Montag bis Mittwoch auf der Platzanlage des Crefelder HTC statt.

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