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Feldhockey

West-Schlager in Berlin

30.05.2012 | 16:55 Uhr
West-Schlager in Berlin
Hart umkämpft waren in der Vergangenheit immer die Duelle zwischen den Uhlenhorster (grün) und Rot-Weiss Köln. Foto: Wojtyczka

Zum ersten Mal seit 2007 werden die deutschen Feldhockey-Meister der Damen und Herren wieder in einer Doppelveranstaltung ausgespielt. Dabei können sich die Zuschauer im Hockeystadion an der Wilskistraße im Berliner Stadtteil Zehlendorf am kommenden Samstag bereits auf hoch spannende Halbfinalpartien freuen, bevor es dann am Sonntag um die Meisterwimpel geht. Der HTC Uhlenhorst hat es in der Vorschlussrunde mit Rot-Weiss Köln zu tun.

Bei den Herren wird es auf jeden Fall einen neuen Meister geben, denn Titelverteidiger Club an der Alster war bereits frühzeitig aus dem Rennen um die vier Plätze im Halbfinale ausgeschieden. Gute Chancen auf den siebten Meistertitel auf dem Feld und dem ersten seit 1965 werden dem Endrunden-Gastgeber Berliner HC eingeräumt. Die Hauptstädter haben die reguläre Bundesligasaison als souveräner Erster abgeschlossen und können –zumal auf eigenem Platz – mit breiter Brust in die Vorschlussrunde gehen. Dort bekommt man es allerdings mit dem aktuellen Sieger der Euro Hockey League, dem UHC Hamburg, zu tun. Nach einer durchwachsenen Saison haben es die Hamburger mit einer eindrucksvollen Serie in der Rückrunde noch auf den vierten Platz geschafft und sich damit für das „Final Four“ der besten Feldhockey-Teams Deutschlands qualifiziert. In der Vergangenheit haben sich beide Teams immer sehr enge Spiele und Playoff-Serien geliefert – bis dato oft allerdings mit dem besseren Ende für die Hamburger. In dieser Saison gingen beide Duelle an die Hauptstädter.

Im zweiten Herren-Halbfinale um 18.45 Uhr kommt es zum West-Schlager zwischen zwei Teams, die vom Konzept her kaum unterschiedlicher sein könnten. Während Rot-Weiss Köln in der Vergangenheit nicht weniger als ein gutes halbes Dutzend Olympiasieger und Weltmeister am Rhein versammelte, hat sich der HTC Uhlenhorst Mülheim seine Stars mit hervorragender Jugendarbeit quasi selbst herangezogen und konsequent zu einem Spitzenteam weiterentwickelt, das im vergangenen Jahr immerhin im Finale um die deutsche Meisterschaft stand. Obwohl beide Teams vorzeitig für die Endrunde qualifiziert waren, hatten sowohl die Kölner als auch die Uhlen in der regulären Saison überraschend viele Niederlagen einstecken müssen. Die Erfahrung spricht in diesem Halbfinale für Rot-Weiss, das zwei der letzten drei Titel holte. Zudem siegten die Domstädter in beiden direkten Duellen in dieser Spielzeit.

Erlesenes Starterfeld

 Bei den Damen können sich die Zuschauer auf ein Starterfeld freuen, das erlesener kaum sein könnte. Seit 2008 bestritten immer zwei Teams aus diesem Quartett das Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Nicht weniger als acht der letzten zehn Titel holte eines dieser vier Teams. Im Halbfinale kommt es zur Neuauflage des Endspiels von 2010 zwischen Liga-Primus UHC Hamburg und Gastgeber Berliner HC. Damals setzten sich die Hauptstädterinnen mit 4:2 durch. Diesmal sind die Vorzeichen aber ganz anders. Während der UHC mit der mit weitem Abstand treffsichersten Offensive und der besten Abwehr durch die Bundesliga marschierte, musste der BHC um Rekordnationalspielerin Natascha Keller bis zum letzten Spieltag um den Einzug in die „Heim-Endrunde“ bangen. Diesmal muss Titelverteidiger UHC als Favorit gelten.

Im zweiten Damen-Halbfinale trifft der Club an der Alster Hamburg auf das Team von Rot-Weiss Köln. Hier ist eine Prognose schwieriger zu treffen. Zwar hatte das Team aus der Hansestadt frühzeitig und als Tabellenzweiter das Endrunden-Ticket gelöst, doch die Generalprobe am vergangenen Spielwochenende der regulären Saison ging daneben. Köln hingegen geht mit einem Erfolgserlebnis in die Endrunde. Bei Alster wartet man noch immer auf den ersten Feldhockey-DM-Titel der Vereinsgeschichte, obwohl man in den letzten zehn Jahren drei Mal im Finale stand. Kölns letzte Meisterschaft auf dem Feld datiert aus dem Jahr 2007, doch nur wenige Spielerinnen aus dem aktuellen Kader waren da noch dabei.



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