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Uhlen treffen auf Spitzenreiter Krefeld

West-„Endspiel”

17.12.2009 | 23:37 Uhr

Das Spitzenspiel in der Westgruppe der Hallenhockey-Bundesliga zwischen dem Tabellenzweiten HTC Uhlenhorst und dem auf Rang eins stehenden Crefelder HTC findet am Freitag, dem 18. Dezember, um 19.30 Uhr in der Harbecke-Sporthalle an der Mintarder Straße statt.

Routinier Tim Leusmann ist ein Stützpfeiler in der Uhlenhorster Defensiv-Abteilung. (Foto: Lars Fröhlich)

Die Mülheimer müssen dieses vorletzte Saisonmatch gegen den CHTC und auch das letzte Gruppenduell am Sonntag, dem 20. Dezember, auswärts beim Rheydter SV (12 Uhr, Sporthalle der Bischöflichen Marienschule, Viersener Straße) gewinnen, um auf dem Endrundenplatz zu bleiben. Für die Krefelder geht es darum, sich als Spitzenreiter zu behaupten, um im Viertelfinale Heimrecht zu haben.

Das Match am Freitagabend kommt einem West-Finale gleich. Deshalb werden beide Mannschaften hoch motiviert in diese Partie gehen. Das Hinspiel in Krefeld haben die Mülheimer mit 10:14 Toren verloren. HTCU-Trainer André Henning räumt seinem Team aber gute Chancen ein, jetzt vor heimischer Kulisse den Spieß umzudrehen.

„Wir sind zurzeit richtig gut drauf”, so der Uhlen-Coach, der für die beiden Wochenendspiele insgesamt 13 Mann an Bord hat und das zuletzt zweimal erfolgreiche Aufgebot (15:3-Triumph im Heimspiel gegen Neuss und 10:5-Auswärtserfolg beim Düsseldorfer HC) nicht umbauen will.

Im Mülheimer Kader fehlt nur der für die Feldhockey-Weltmeisterschaft vom 28. Februar bis zum 13. März 2010 in Indien nominierte Nationalspieler Jan Philipp Rabente, der ebenso wie alle übrigen WM-Kandidaten in den restlichen Hallenbundesligaspielen gemäß der Anweisung von Bundestrainer Markus Weise pausieren muss.

Tim Leusmann und Co. voll gefordert

HTCU-Trainer André Henning rechnet damit, dass in der heutigen Partie die Taktik beider Mannschaften sehr viel mehr auf Sicherheit ausgerichtet sein wird als im Hinrundenspiel. Die Uhlenhorster Defensivspezialisten Tim Leusmann, Benedikt Fürk, Jannik Otto und Jan Gehlen sind deshalb voll gefordert. Da der 33-jährige Routinier Tim Leusmann und seine Mitstreiter am letzten Sonntag in Düsseldorf ihre Stärke in der Abwehr und beim Spielaufbau unter Beweis gestellt haben, ist Trainer Henning davon überzeugt, dass sie auch die heutige Aufgabe mit Bravour meistern werden.

Die Mülheimer Mannschaft verfügt aber nicht nur in der Defensive über Qualitäten. Sie hat in den acht bisherigen Hallen-Punktspielen 85 Treffer erzielt und stellt damit die erfolgreichste Sturmreihe in der Westgruppe der Bundesliga.

HTCU-Trainer André Henning sieht der Partie gegen den CHTC erwartungsvoll entgegen. (Foto: Ilja Höpping)

Mit einer Tordifferenz von 85:57 (= plus 28) ist das HTCU-Team sogar um einen Treffer besser als der Spitzenreiter Crefelder HTC (80:53 = 27). Das mit den Uhlen punktgleiche Team von Rot-Weiß Köln, das als Tabellendritter auf Ausrutscher der Konkurrenten hofft, hat eine um 13 Tore schlecherte Differenz als sein Rivale HTCU.

„Wir freuen uns auf dieses Match. Denn es ist praktisch ein Endspiel” sagte Henning und fügte hinzuz: „Hoffentlich wird die Halle voll. Ein gute Zuschauerkulisse beflügelt uns zusätzlich.” Das war vor zwei Jahren noch anders, als die Uhlenhorster bei der Niederlage im Viertelfinal-Heimspiel gegen den Rüsselsheimer RK in der ausverkauften RWE-Sporthalle vor lauter Lampenfieber ihr Leistungsvermögen nicht abrufen konnten.

Verzicht auf Nationalspieler gut verkraftet

Auch ohne die für die Weltmeisterschaft nominierten Nationalspieler Oskar Deecke und Linus Butt, die sich an das vom Bundestrainer verordnete Hallenspielverbot halten müssen, hat der Uhlen-Gegner Crefelder HTC vor einer Woche das Rückrundenspiel gegen Meister Rot-Weiß Köln gewonnen. Spitzenreiter CHTC hat fünf Punkte Vorsprung vor den Uhlenhorstern und den Kölnern. Trotzdem meint der Krefelder Trainer Dr. Dietmar Alf: „Das Spiel in Mülheim wird sehr schwer für uns.”

Gaby Rüter

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