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Wechselbad der Gefühle

12.11.2012 | 16:17 Uhr

Stolz auf ihre Leistungen und mit reichlich Endorphinen im Blut sind die Masters der SG Mülheim von den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMMS 2012) in Hamburg zurückgekehrt. Den ganzen Wettkampf über lieferten sich die Mülheimer Schwimmer mit den Mannschaften von SG Neukölln Berlin, WSV Speyer, SG Dortmund und SG Ruhr ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen.

Zwischenzeitlich auf Medaillenkurs

Nach fünf Starts auf Platz zwei liegend, nach dem ersten Abschnitt auf Platz vier zurückgefallen, dann in der Mitte des zweiten Abschnitts wieder auf Bronzemedaillenkurs; das war nichts für schwache Nerven. Auch die Veranstalter verfolgten diesen Krimi und blendeten sogar drei Strecken vor dem Wettkampfende die Zwischenergebnisse aus, um die Spannung noch zu erhöhen. Schließlich landeten die Mülheimer mit einer Steigerung von über 1300 Punkten gegenüber dem Vorkampf mit 20.937 Punkten auf einem prächtigen fünften Platz.

Sieger wurde die SG Dortmund, vor der SG Ruhr aus Bochum und Speyer. Im Vorjahr hätte diese Punktzahl der Mülheimer noch für die Silbermedaille gereicht. Noch nie hat eine Mülheimer MastersMannschaft so viele Punkte in einem Mannschaftswettkampf erzielt.

Vor allem die jüngeren Masters der Altersklasse 20 zeigten in Hamburg Nervenstärke und demonstrierten mit teilweise extremen Leistungssteigerungen, was eine euphorische Stimmung innerhalb der Mannschaft bewirken kann. Maike Kels, die jüngste im Mülheimer Team, steigerte sich um zwei Sekunden über 100 Meter-Brust auf großartige 1:13,87 Minuten. Daniel Cornelsen war in der Hansestadt nicht zu bremsen, schwamm wie im Rausch, holte in allen seinen Rennen (100 Meter Brust 1:04,76 Minuten/200 Meter-Lagen 2:08,70 Minuten) über 900 Punkte und erzielte über 100 Meter-Lagen mit 58,68 Sekunden sogar einen neuen Mülheimer Stadtrekord.

Bei Felix van der Felden stimmte auf seinen Strecken einfach alles. Der Sprinter fegte an allen vorbei, siegte in seinen Läufen souverän und schwamm, neben den 50 Meter-Schmetterling 25,71 Sekunden, über 50 Meter-Freistil in 23,80 Sekunden und über 100 Meter-Freistil in 52,84 Sekunden zudem noch zwei persönliche Bestzeiten. Über 200 Meter-Lagen legte Julian Jungbluth los wie die Feuerwehr, wendete nach 100 Metern bei 1:00,07 Minuten und steigerte sich in einem beherzten Rennen um über vier Sekunden auf hervorragende 2:09,92 Minuten.

Doch auch die bewährten Masters konnten sich noch steigern und schwammen erstklassige Zeiten, die in ihren Altersklassen zur deutschen Spitze gehören. Natali Schwarz (AK 40) schwamm über 100 Meter-Freistil in 1:02,53 Minuten eine neue Bestzeit, die 100 und 200 Meter- Schmetterling in 1:09,55 bzw. 2:36,47 Minuten, Lutz Kremer (AK 35) steigerte sich über 800 Meter-Freistil auf 9:02,62 Minuten, Tomas Prescher (AK 45) holte in 2:20,43 Minuten über 200 Meter-Rücken 916 Punkte, Jan Nigl (AK 25) lag in 57,55 Sekunden über 100 Meter-Rücken weit vor dem Feld, Andree Haack über 400 Meter-Lagen in 4:55,18 Minuten, Lars Friedemann (AK 45) über 200 Meter- Brust in 2:38,23 Minuten, Jörn Richter (AK 25) über 200 Meter- Freistil in 2:00,54 Minuten, Janna Buschmann (AK 20) schwamm über zwei Sekunden schneller als im Vorkampf über 200 Meter-Freistil in 2:16,29 Minuten sowie Rita Bohnet (AK 45) über 400 Meter- Freistil in 5:19,70 Minuten.



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