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Vovk rettete das Remis
18.01.2010 | 17:01 Uhr 2010-01-18T17:01:00+0100Hochspannung bis zum letzten Zug: An den einzigen Heimauftritt in der Zweitligasaison 2009/10 wird sich das Frauenteam des SV Nord noch etwas länger zurückerinnen. Im Schachzentrum trennte es sich am Sonntag vom SC Steinfurt mit einem 3:3-Remis.
Zwei Spieltage vor dem Saisonende behaupteten die Mülheimerinnen die Spitzenposition in der 2. Bundesliga. Trotz des Punktverlustes haben sie nach wie vor die Möglichkeit, den Aufstieg in die Erste Liga aus eigener Kraft zu schaffen.
Zurück zur Partie gegen die Steinfurterinnen, die um den Klassenerhalt kämpfen, in Mülheim allerdings erstmals in dieser Spielzeit mit einer Top-Aufstellung erschienen. Den ersten Sieg für die Gastgeberinnen fuhr Michaela Hausrath ein. Am sechsten Brett erarbeitete sich die Frau des Nord-Bundesligaspielers Daniel Hausrath gegen Alexandra Golubkova schnell eine gute Position, die dann in einen ungefährdeten Erfolg mündete. Dagegen war schon frühzeitig klar, dass Jugendspielerin Agnes Stoer bei ihrem Zweitligadebüt im Mülheimer Aufgebot leer ausgehen würde. Am fünften Brett erzeugte ihre Gegnerin Carolin Puke großen Druck. Agnes, 16-jähriger Neuzugang von Turm Rheydt, musste sich schließlich geschlagen geben.
Im spannenden und auf hohem Niveau stehenden Spitzenspiel zwischen Anna Rudolph und der Steinfurterin Oksana Sarana-Hungeling erreichte die in Düsseldorf wohnende Nord-Akteurin ein Remis, obwohl sie den kleinen Nachteil hatte, mit den schwarzen Figuren spielen zu müssen. Die Mülheimerinnen gerieten allerdings in Rückstand, weil Viktorija Sokalska am vierten Brett ein schwerer Fehler unterlaufen war. Ihre Gegnerin Maria Amirezashvili nutzte diese Chance und brachte die Gäste somit in Führung.
Augen richteten sich auf das zweite Brett
Zwei Partien liefen noch – beim Stand von 1,5:2,5. Die für den SV Nord spielende gebürtige Moldawierin Marina Roitburd lief fast ständig einem Rückstand hinterher. Zwischenzeitlich konnte sie dank einer schönen Kombination einen Bauern zurückgewinnen, um dann erneut in eine bedrohliche Situation zu geraten. Dennoch schaffte es die 26-Jährige, in der Partie gegen NRW-Jugendmeisterin Lena Stroessner zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Somit war auch beim Stand von 2:3 zumindest noch eine Punkteteilung im Gesamtergebnis möglich.
Alle Augen richteten sich nun auf das zweite Brett, an dem die für Mülheim spielende Dänin Oksana Vovk und Julia Freitag saßen. Kurios war die Situation, als die Steinfurterin einen Turm opferte, um einen Angriff zu starten. Danach jagte sie den König von Oksana Vovk über das gesamte Brett. Doch die Dänin ist mit allen Wassern gewaschen. Sie behielt die Nerven und konnte ihren König verstecken. Im Endspiel nutzte sie dann ihren Materialvorteil aus, gewann und rettete somit das Remis für die Nord-Frauen. Danach war die Begeisterung bei den Mülheimerinnen natürlich groß. Die Spitzenposition konnte der Zweitliga-Neuling behaupten. Es kann gut sein, dass der SV Nord künftig auch bei den Frauen erstklassig ist.
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