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Vor ganz großer Kulisse

21.02.2012 | 17:43 Uhr
Vor ganz großer Kulisse
Gemeinsame Anstrengungen der „Adler“: Tim Broshog (links) und Ewoud Gommans im Heimspiel gegen den VC Gotha. Foto: Christoph Wojtyczka

Mit der Partie am Mittwoch (19.30 Uhr) in der Max-Schmeling-Sporthalle am Prenzlauer Berg gegen die Recycling Volleys Berlin endet für die Bundesliga-Volleyballer des Moerser SC die reguläre Saison. Nach einer kurzen Pause starten die „Adler“ dann in die Play-Offs, nach dem jetzigen Stand der Dinge gegen den TV Bühl. Wenn alles nach Plan geht, wird der MSC am Saisonende weiterhin auf Platz vier stehen.

Die vorgezogene Partie gegen die Recycling Volleys birgt Risiken. Es ist seit langen Jahren Brauch in der Bundesliga, dass am letzten Spieltag alle Teams zur gleichen Zeit anzutreten haben. Der Grund für die Vorverlegung des letzten Saisontages wurde durch eine Sondergenehmigung der DVL möglich. Berlin konnte am letzten Spieltag (Samstag) weder über die Max-Schmeling-Halle noch über die Sporthalle an der Sömmeringstraße in Charlottenburg verfügen.

Da Berlin in dieser Saison alle Heimspiele in der Schmeling-Halle durchführt, stimmte der MSC dem Wunsch nach Vorverlegung zu. Immerhin hatten auch die Berliner in der Hinrunde einer Spielverlegung ins Adolfinum zugestimmt, damals in beiderseitigem Interesse. Berlin hatte Schwierigkeiten mit der Terminlage im Europapokal, der MSC konnte zum gewünschten Termin nicht die Mülheimer RWE-Sporthalle anbieten.

Nun kommt es also zum Duell in einer modernen Arena, die fast 10.000 Zuschauer fasst. Ein mutiger Schritt für das Management von Recycling Volleys, die zwar in dieser Saison noch kein ausverkauft melden konnten, doch in der Regel zwischen 4.000 und 7.000 Zuschauer zu ihren Spielen locken. Diese werden zelebriert: Lightshow, Cheerleader, Moderation, in vielen Bereichen haben die Berliner neue Akzente gesetzt und wollen eine Lokomotive für den Volleyballsport sein.

Man muss abwarten, wie viele Zuschauer in der Wochenmitte den Weg zum Auftritt der „Adler“ finden werden. Moers hat in Berlin eigentlich immer viele Zuschauer gelockt, auch deshalb, weil die „Adler“ in der Hauptstadt oft für Spiele mit hohem Niveau, aber auch für die eine oder andere unangenehme Überraschung bei den Berlinern gesorgt haben. Im Hinspiel bezogen die Berliner eine 2:3-Niederlage, ein weiterer Grund für die Recycling Volleys, mit Unterstützung ihres Publikums zum versöhnlichen Abschluss zu kommen.

Für MSC-Trainer Chang Cheng Liu ist die letzte Partie der regulären Runde eine weitere Möglichkeit, Platz vier in der Tabelle ganz sicher zu machen. Liu: „Wenn wir Berlin schlagen, haben wir Platz vier sicher, egal, was beim Spiel Haching gegen Bühl am letzten Spieltag passiert.“ Der letzte Tag in der Liga könnte es in sich haben: Haching (muss beim letzten Spiel in Bühl antreten) hat Platz eins sicher und könnte diesen Platz auch bei einer Niederlage behalten.

Für eine Überraschung in der Hauptstadt wird jedoch eine deutlich bessere Leistung notwendig sein, als beim letzten Heimauftritt in der RWESporthalle gegen Gotha. Hier gab es wieder einmal Mängel im Bereich Annahme. Von der überraschenden 2:3-Niederlage der Berliner gegen die Netzhoppers will sich Liu nicht irritieren lassen. „Berlin musste auf den starken Diagonalspieler Paul Carroll verzichten und ist wegen des sehr guten Satzverhältnisses sicher auf Platz drei. Wir müssen abwarten, wer und was auf dem Feld steht und dann muss jeder von uns eine Topleistung bringen.“

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