VfB Speldorf landet „Big Point“

Gute Laune in Speldorf: Der VfB feiert das 1:0 durch Michael Siminenko (3.v.l.)
Gute Laune in Speldorf: Der VfB feiert das 1:0 durch Michael Siminenko (3.v.l.)
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Mülheimer besiegen den Tabellendritten ESC Rellinghausen aufgrund einer starken ersten Halbzeit verdient mit 3:0. Siminenko trifft doppelt.

VfB Speldorf -
ESC Rellinghausen 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Siminenko (4.), 2:0 Siminenko (27.), 3:0 Bayraktar (90.)

VfB: Pleß – Weiß, Fritsch, Zorlu, Steinmetz – Zorlu, Ademovic – Gürbüz, Freyni (85. Mharchi), Bayraktar (90.+1 Iyilik) – Siminenko

Rote Karte: Ademovic (73., Tätlichkeit)

Einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Landesliga hat der VfB Speldorf am Pfingstmontag gemacht. Aufgrund einer starken ersten Halbzeit besiegten die Mülheimer den Tabellendritten ESC Rellinghausen vor 250 Zuschauern an der Saarner Straße verdient mit 3:0 (2:0).

Durch die gleichzeitige Niederlage des SV Burgaltendorf beträgt der Abstand auf den ersten direkten Abstiegsplatz zwei Runden vor Schluss vier Punkte. Die Gefahr heißt Relegationsplatz. Auf diesen zehnten Rang hat der VfB nach dem Sieg des PSV Wesel-Lackhausen weiterhin nur einen Zähler Vorsprung. Die gute Nachricht aus grün-weißer Sicht: Die Mülheimer haben den direkten Klassenerhalt selbst in der Hand.

Und dieses Privileg hat sich der VfB nicht zuletzt am Montag redlich verdient. Die Gastgeber legten an der Saarner Straße einen Start nach Maß hin. Keine vier Minuten waren gespielt, als Sebastian Freyni den Ball sehenswert in den Lauf von Michael Siminenko verlängerte und der Stürmer das Spielgerät im kurzen Eck versenkte – 1:0.

Die Mülheimer blieben auch in der Folge die bessere Mannschaft. Mit einem scharfen Distanzschuss zwang Leon Fritsch den Essener Torwart Patrick Prell zu einer Glanzparade (6.). In der 22. Minute hätte der VfB nach einer starken Aktion von Danny Steinmetz beinahe erhöht, doch der Ball war nicht mit vollem Umfang über der Linie.

Fünf Minuten später aber war er zweifelsohne drin. Ibrahim Bayraktar bediente den auf der rechten Seite lauernden Siminenko, der mit dem Ball nach Innen lief und ihn diesmal im langen Eck unterbrachte. Das vermeintliche 3:0 durch Sebastian Freyni wurde vom Schiedsrichter nicht anerkannt, da der Torschütze beim Zuspiel von Siminenko im Abseits stand.

„Ich denke, dass wir das Spiel in der ersten Halbzeit gewonnen haben. Da wurde alles eins zu eins umgesetzt, was wir vorher besprochen hatten“, lobte Trainer Oliver Röder unmittelbar nach dem Schlusspfiff.

Dass der ESC aber nicht zu Unrecht auf Platz drei stand, deutete er schon zum Ende der ersten Hälfte mit zwei Chancen durch Pierre Putze (36./38.) an. Im zweiten Durchgang kamen beim VfB auch zunehmend die kämüferischen Tugenden und weniger die spielerischen Feinheiten zum Tragen. Kurz nach der Pause wurde auch den Gästen ein Treffer wegen einer Abseitsposition abgepfiffen.

Im zunehmenden zerfahrenen Spiel wurde Alen Ademovic in der 76. Minute wegen einer Tätlichkeit vom Platz gestellt. In Unterzahl machte Ibrahim Bayraktar den Sack zu, als die Uhr gerade auf 90 Minuten umsprang. „Das war heute ein wichtiger Sieg gegen einen starken Gegner“, fand Röder.