VfB Speldorf kann den nächsten Schritt gehen

Spielt er in der nächsten Saison in grün-weiß? Ex-Profi Christian Mikolajczak, hier noch im Trikot des Oberligisten SV Hönnepel-Niedermörmter.
Spielt er in der nächsten Saison in grün-weiß? Ex-Profi Christian Mikolajczak, hier noch im Trikot des Oberligisten SV Hönnepel-Niedermörmter.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nächste Pflichtaufgabe gegen die Sportfreunde Königshardt. Für 2015/2016 hat Röder schon 15 Spieler zusammen. Ex-Profi ist im Gespräch.

Noch vier Spiele stehen in der aktuellen Fußball-Landesligasaison auf dem Programm. Spätestens mit dem fulminanten 8:1-Erfolg gegen den VfB Bottrop am vergangenen Sonntag hat der VfB Speldorf die Weichen auf Klassenerhalt gestellt. Durch sind die Mülheimer aber noch längst nicht. Am Sonntag wartet bei den Sportfreunden Königshardt (15 Uhr, Pfälzer Graben) die nächste Pflichtaufgabe auf die Grün-Weißen.

Die Oberhausener stehen in der Tabelle sogar noch hinter den Bottropern auf dem vorletzten Platz. Nur der Vogelheimer SV war an den bisherigen 22 Spieltagen noch schlechter. Das Trio steht als Absteiger fest. „Ich warne davor, zu glauben, dass wir denen wieder acht Stück einschenken“, hebt Trainer Oliver Röder den Zeigefinger. „Das wird absolut kein Selbstläufer. Ich wünsche es mir natürlich, aber im Fußball in ich immer erst einmal Pessimist“.

Speldorf hat es selbst in der Hand

Der Coach hat seiner Elf zudem eingetrichtert, ausschließlich auf sich selbst zu gucken. „Die Ergebnisse werden zunehmend kurioser und wir können uns auf niemanden mehr verlassen. Nur auf uns selbst“, sagt Röder. Gut also, dass sich die Mülheimer in die Lage versetzt haben, den Klassenerhalt in den ausstehenden Duellen gegen Königshardt, Rellinghausen, Burgaltendorf und Rhede aus eigener Kraft regeln zu können.

Dass Röder seiner Mannschaft vertraut, beweist auch die Tatsache, dass er längst den Kader für die neue Saison plant. 15 Spieler hat der Coach mittlerweile für die neue Spielzeit zusammen. Feste Neuzugänge bereits miteingerechnet. Aus dem aktuellen Kader hat zuletzt Sebastian Freyni seine Zusage gegeben. Semih Zorlu zögert noch aus beruflichen Gründen, Metehan Gürbüz wägt noch andere Herausforderungen ab.

Gespräche mit Mikolajczak

Dass sich der VfB für die neue Saison mit dem ehemaligen Profi Christian Mikolajczak (13 Bundesligaspiele für Schalke 04) vom Oberligisten SV Hönnepel-Niedermörmter einig sei, verneint Röder. Fakt ist aber: Der 33-Jährige ist in Essen geboren, wohnt in Duisburg, arbeitet in Oberhausen und hat seit mehreren Jahren einen guten Kontakt zum neuen VfB-­Vizepräsidenten und Sponsor Frank Linnecke. Gespräche mit dem Linksfuß Mikolajczak bestätigt Röder. „Wir werfen jetzt mit Sicherheit nicht wieder mit Geld um uns. aber als Führungsspieler wäre er für uns ein absoluter Zugewinn“, sagt Röder, ergänzt aber sofort: „Nachdem er in Hönnepel einen Auflösungsvertrag unterschrieben und dies auch publik gemacht hat, werden wir mit Sicherheit nicht der einzige Interessent sein.“

Auch zwischen Mikoljczaks Teamkollegen Harun Can und dem VfB haben Gespräche über einen Wechsel nach Mülheim zur neuen Saison stattgefunden, doch der 21-jährige Mittelfeldspieler absolviert zurzeit noch ein Probetraining bei der zweiten Mannschaft von Fortuna Düsseldorf. Der VfB scheint also nicht die erste Wahl zu sein. Mit Marcel Seyfried soll ein weiterer Hö/Nie-Akteur beim VfB im Gespräch gewesen sein. Röder: „Ihn kenne ich überhaupt nicht und es würde mich sehr wundern, wenn das beim VfB an mir vorbeigegangen wäre.“