VfB Speldorf fordert den Spitzenreiter heraus

Semih Zorlu – hier am Ball – verteidigt am Sonntag wieder an der Seite von Leon Fritsch.
Semih Zorlu – hier am Ball – verteidigt am Sonntag wieder an der Seite von Leon Fritsch.
Foto: Herbert Höltgen
Was wir bereits wissen
VfB-Coach fordert ein selbstbewusstes Auftreten, wird aber wohl eine eher defensive Aufstellung wählen. Bartmann und Sahin sind keine Option

Die Gegner des VfB Speldorf schwanken an den ersten vier Spieltagen in der Rückrunde zwischen Abstiegskandidaten und Meisterschaftaspiranten. Nach dem Heimsieg über Wesel-Lackhausen bekommt es der Fußball-Landesligist am Sonntag in Schonnebeck (15 Uhr, Schettersbusch) mit einem echten Top-Team zu tun.

Der Tabellenführer leistete sich nach zuvor sechs Siegen in Serie ein Unentschieden gegen Rhede und hat nun den FSV Duisburg mit nur noch einem Punkt Vorsprung im Nacken. „Schonnebeck hat vielleicht die größeren Schwierigkeiten, sich auf das Spiel einzustellen als wir“, vermutet VfB-Trainer Oliver Röder.

Der Coach erinnert sich noch gern an das Hinspiel, als seine Mannschaft ein 1:1-Unentschieden gelang. Der VfB gehört damit neben Rhede, Rellinghausen und Klosterhardt zu nur vier Teams, die dem Spitzenreiter überhaupt Punkte abnküpfen konnten. „Es hätte sich damals auch niemand über einen Sieg von uns beschweren können“, betont Röder.

Richtige Einstellung erforderlich

Ob der VfB auch in der Rückrunde in der Lage ist, im Duell gegen ein Top-Team zu punkten? Beim FSV Duisburg (2:3) hat es zumindest nicht geklappt. „Wir werden aber besser vorbereitet sein als in Duisburg“, versichert Röder. „Ob wir dann wirklich etwas erreichen können, wird sich erst im Spiel zeigen.“

Wichtig ist dem Coach aber die richtige Einstellung. „Wer mit zu großem Respekt oder sogar ängstlich zu Werke geht, den werde ich schon beim Aufwärmen wieder auswechseln“, betont Röder. „Wir wollen auf jeden Fall selbstbewusst auftreten.“

Die beiden Heimsiege über Vogelheim und Wesel-Lackhausen verleihen dem VfB-Coach zwar Zuversicht, weil die Mechanismen im Team immer besser greifen, doch er sieht auch noch Luft nach oben. „Wir hätten es zweimal wesentlich klarer gestalten können. Es wäre schön, wenn wir noch etwas zulegen könnten.“

Zur voraussichtlichen Aufstellung am Sonntag hüllte sich Röder am Freitag in Schweigen. Nur so viel: „Der Gegner wird eine etwas andere Spielform verlangen.“ Auch wenn der Coach mehr dazu nicht sagen wollte, dürfte auf der Hand liegen, dass er angesichts der besten Offensive der Liga wohl eine eher defensiv orientierte Ausrichtung meint.

In der Abwehr wird es wohl keine Wechsel geben, da Philipp Bartmann aufgrund seiner Oberschenkelverletzung erneut nicht zum Zug kommen wird. Semih Zorlu verteidigt also an der Seite von Leon Fritsch. „Er hat am Sonntag ein wirklich gutes Spiel gemacht“, lobt Röder den 25-Jährigen. Baris Sahin hat auch in dieser Woche nicht trainiert und ist ebenfalls keine Option. Danny Steinmetz, den Röder gern etwas weiter nach vorn gezogen hätte, wird wohl wieder als rechter Verteidiger auflaufen.

Für den Angriff hofft der Speldorfer Coach auf die Zusage von Kevin Bongers, der wohl rechtzeitig wieder fit wird. Er streitet sich um den Mittelstürmerposten mit Denis Ibrahimi.