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VfB macht KFC das Leben schwer

11.11.2012 | 19:33 Uhr
VfB macht KFC das Leben schwer
Die Speldorfer Kevin Hillebrand (l.) und Jonas Hergesell sehen, dass der Uerdinger El Houcine Bougjdi in der 40. Minute nur knapp den Ball verfehlt.Foto: Fabian Strauch

VfB Speldorf -
KFC Uerdingen 0:3 (0:0)

Tore: 0:1 Saka (71), 0:2 Uzun (88.), 0:3 Uzun (90. + 3)

VfB: Hillebrand – Ozan (83. Ademovic), Zorlu, Er, Hergesell - Papoulidis (64. Strzys), Leven (76. Kirchner), Seidel, Manske - Munoz, Penan

KFC: Samulewicz - Yavuz, Nimptsch, Alexiou, Korte - Saka, Ellguth, Celik (90.+1 Jakubowski) - Bougjdi (69. Kuta), Tekkan (87. Baltes) - Uzun

Schiedsrichter: Schwerdtfeger (Essen)

Zuschauer: 1020

Rote Karte: Hillebrand (VfB, 60., Notbremse)

Das Resultat fiel am Ende zu hoch aus. Das hatten die sich tapfer wehrenden Fußballer des VfB Speldorf nicht verdient. Sie unterlagen dem unangefochtenen Oberliga-Spitzenreiter KFC Uerdingen mit 0:3 (0:0). 1020 Zuschauer sahen am Sonntagnachmittag im Ruhrstadion eine lange Zeit spannende Partie, in der die Mülheimer den großen Favoriten mächtig ärgerten.

Die Gastgeber machten zunächst alles richtig. Sie hielten die Krefelder vom eigenen Tor fern, in dem sie sich gut im Mittelfeld bewegten und den Gegner frühzeitig attackierten. Die Uerdinger kamen nur selten in den VfB-Strafraum. Dort hatten die Innenverteidiger Semih Zorlu und Ibrahim Er ihre Gegenspieler gut im Griff. Außen machten Anil Ozan und Jonas Hergesell dicht. Für den noch ungeschlagenen Tabellenführer gab es kein Durchkommen.

Teilerfolg zur Pause

Gefährlich wurde es nur dann, wenn die Mülheimer den Ball im Vorwärtsgang verloren. Hier blitzte hin und wieder das gute und schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff bei den Gästen auf. Die größte Chance vereitelte Kevin Hillebrand kurz vor der Pause. Der VfB-Keeper parierte einen Schuss des Krefelders Ersan Tekkan aus zwölf Metern.

Torlos zur Pause – das war für die Speldorfer zumindest ein Teilerfolg. Keine Minute war in der zweiten Halbzeit gespielt, als Marco Manske KFC-Schlussmann Sascha Samulewicz prüfte. Die Gastgeber wurden angesichts der sicheren Deckung mutiger.

Auf die Verliererstraße gerieten die Gastgeber nach einer Stunde. Nach einem langen Abschlag des Uerdinger Keepers Samulewicz eilte VfB-Torhüter Kevin Hillebrand aus seinem Strafraum und brachte Emrah Uzun unsanft zu Fall. Der Essener Schiedsrichter Torsten Schwerdtfeger zögerte nicht und zeigte Hillebrand die Rote Karte. Der Speldorfer Trainer Oliver Röder, der gerade Kevin Kirchner einwechseln wollte, musste erst einmal tief durchatmen. Als Hillebrand das Feld verließ, gab es einen Handschlag zwischen den beiden. Spätzer meinte der Coach: „Kevin ist 21 Jahre alt. Da darf er auch einmal einen Fehler machen.“ Michael Strzys hütete fortan das Tor der Hausherren und wird es auch in den kommenden Wochen tun dürfen.

Dann nahm das Unheil seinen Lauf. In Überzahl kamen die Uerdinger noch zu ihrem Auswärtssieg und sicherten sich damit die „Herbstmeisterschaft“. In der 71. Minute köpfte VfB-Innenverteidiger Ibrahim Er den Ball nach einem Freistoß des Uerdingers Ersan Tekkan genau auf Kosi Saka. Dieser schlenzte den Ball über Strzys hinweg zum 1:0 ins lange Eck.

Um ein Haar hätten die Mülheimer in Unterzahl den Ausgleich erzielt. Semih Zorlu passte den Ball auf den schnellen Carlos Penan, der auf der rechten Seite auf und davon zog. Erst KFC-Innenverteidiger Ioannis Alexiou konnte zur Ecke klären (86.). Wenig später flankte der Uerdinger Andreas Korte den Ball von links hinten nach rechts vorne auf den eingewechselten Meik Kuta, der das Leder volley in die Mitte weiterleitete. Hier vollendete Emrah Uzun zum 2:0 (88.) – ein Traumtor. Uzun sorgte in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer für den 3:0-Endstand aus KFC-Sicht.

Marcus Lemke



Kommentare
12.11.2012
16:54
VfB macht KFC das Leben schwer
von Soccer01 | #2

@1) Schätzungsweise 400, würde ich vermuten. Der Verein hatte bezeichnenderweise bei diesem Spiel nur eine Heimkasse geöffnet, dadurch bekamen die letzen Zuschauer erst 20 Minuten nach Spielbeginn Einlaß....! Bis zum Platzverweis konnte man eine gute Raumaufteilung der Speldorfer erkennen, nach vorne waren sie - bis auf Penan- allerdings viel zu harmlos, um die sattelfeste Uerdinger Defensive in Verlegenheit bringen zu können. Uerdingen thront auch deshalb weit über den anderen, weil nur diese Manschaft dem Namen der Liga gerecht wird. Man hebt das Niveau einer Liga nicht an, indem man den Namen willkürlich und ständig verändert! Das gestrige Datum sollten sich die Verantwortlichen merken. Falls RWO nicht absteigen sollte, könnte das Spiel gegen Uerdingen dass letzte Meisterschaftsspiel der Vereinsgeschichte vor einer 4-stelligen Kulisse gewesen sein.

11.11.2012
22:30
VfB macht KFC das Leben schwer
von helmuthaller | #1

wieviel zuschauer aus mülheim? 20?

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