Versöhnlicher Heimspielabschluss

Einen versöhnlichen Abschluss feierte der VfB Speldorf bei seinem letzten Saisonauftritt im heimischen Ruhrstadion. Gegen Aufsteiger Sportfreunde Siegen gewannen die Mülheimer durch zwei Tore von Christian Hinz mit 2:1 (1:1).

Vor Beginn der Partie hieß es „Abschied nehmen“. Mit Thorben Gunkel, Christian Flöth, Taher El Idrissi, Dennis Hupperts, Eric Yahkem, Tanju Acikgöz, Marcel Schütze, Alperen Sipahi, Thomas Pütters, Senad Beric und André Ujma wurden gleich elf Akteure vom VfB-Vorsitzenden Klaus Wörsdörfer verabschiedet. Besonders schwer fiel der Abschied von Torjäger Pütters sowie der beiden Routiniers Dennis Hupperts und Christian Flöth. Innenverteidiger Flöth war acht Jahre lang für den VfB am Ball und verlässt die Mannschaft weinenden Auges. „Ich hätte eine schöne Zeit hier, der Verein hängt mir auch am Herzen“, sagte Flöth nach seiner letzten Partie im Ruhrstadion. Als Spieler der Traditionsmannschaft wird er dem VfB aber erhalten bleiben.

In Abwesenheit von Kevin Hillebrand durfte Schlussmann Thorben Gunkel seinen Ausstand im Tor feiern. Der ebenfalls scheidende Eric Yahkem stürmte in vorderster Front. Die Sportfreunde aus Siegen hatten vor der Partie noch reelle Chancen, Tabellenerster zu werden. Obwohl die Mannschaft seit dem Aufstieg vor zwei Wochen nicht mehr trainiert, gehörte den von etwa 100 Fans begleiteten Gästen die Anfangsphase.

Ein Schuss von Daniel Grebe strich noch knapp vorbei (8.). Nach zwölf Minuten wurde René Lewejohann mustergültig bedient und der Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten – 0:1. Eine der ersten Speldorfer Offensivaktionen führte dann schnell zum Ausgleich. Christian Hinz wurde im Strafraum klar von Leon Binder gehalten – Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte per Flachschuss ins linke Eck (16.).

Der Wunsch noch Platz eins der NRW-Liga zu ergattern, war den Sportfreunden danach überhaupt nicht mehr anzumerken. Der VfB beteiligte sich nun viel mehr in der Offensive und hätte nach Chancen von Antonio Munoz (37.) und einem Pfostenschuss von Christian Hinz (41.) durchaus schon vor der Halbzeitpause in Führung gehen können.

Nach der Pause legten beide Teams dann noch einmal kurz einen Gang zu, um dann wieder in den Modus „Sommerkick“ zu schalten. Die größte Chance für den VfB im zweiten Durchgang bot sich in der 65. Minute. Christian Hinz wurde im Strafraum von Issa Issa von den Beinen geholt. Erneut gab es Strafstoß für die Speldorfer. Diesmal überließ Hinz seinem Kapitän Dennis Hupperts den Ball. Auch „Huppi“ probierte es unten links, doch Raphael Koczor war zur Stelle und hielt das Leder fest.

Die Szene belegte aber: Wenn es beim VfB gefährlich wurde, dann war Christian Hinz beteiligt. So auch in der 76. Minute. Wie ein Brasilianer tanzte sich der defensive Mittelfeldspieler durch die Siegener Abwehr und schloss seine tolle Einzelleistung mit dem Tor zum 2:1 ab.

Die Sportfreunde trafen zwar noch einmal ins Tor, doch Julian Jakobs stand dabei im Abseits. So konnte der VfB einen mehr als versöhnlichen Heimspielabschluss feiern.