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Unverhofft kommt oft

22.09.2011 | 17:20 Uhr
Unverhofft kommt oft
Bekommt es als Nummer eins des Zweitgundesligisten SC Hot Socks Mülheim mit hochkarätigen Gegnern zu tun: Nils Sporkmann. Foto: Roy Glisson

Unverhofft kommt oft. Dieses Sprichwort trifft auch auf die Squashspieler des SC Hot Socks zu. Denn eigentlich waren die Mülheimer in der Regionalliga nur Dritter geworden und hatten damit den Einzug in die Aufstiegsrunde verpasst. Da aber eine Mannschaft zurückzog, rückten die Heißener nach und fanden sich wenig später in der Zweiten Bundesliga wieder.

Zwei Plätze waren für Mannschaften aus NRW vorgesehen. Mit der zweiten Mannschaft von Squash Inn Hamborn 88 und dem SC Hot Socks hatten aber auch nur zwei Teams ordnungsgemäß für die Relegation gemeldet. Beide stiegen kampflos und ohne Aufstiegsrunde auf.

Nun wartet auf die Mülheimer das Abenteuer zweite Liga. Erstmals nach dem Rückzug aus der Bundesliga im Jahr 1998 sind die Hot Socks wieder zweitklassig. Das Ziel der Squash-Spieler, die ihre Heimspiele im Sport-Treff an der Hardenbergstraße austragen, ist der Klassenerhalt. Dafür müssten die Hot Socks in der zehn Teams umfassenden Liga mindestens Achter werden. Der Neunte spielt eine Relegationsrunde, der Letzte steigt ab.

Um in der zweithöchsten Spielklasse mithalten zu können, haben sich die Mülheimer mit drei Spielern verstärkt. Der erst 20 Jahre alt Marco Schoeppers feierte in der vorletzten Saison sein Debüt in der zweiten Liga und wechselt nun vom SC Carolus Aachen nach Mülheim. Erst ist beim SC Hot Socks an Position drei gemeldet. Hinter ihm folgen zwei ganz erfahrene Neulinge. Kai Rößing (40) kommt vom SC Turnhalle Niederrhein aus Krefeld, Thomas Hutmacher (42) spielte zuletzt beim SRC Sportpark Hünxe. Beide Spieler verfügen über Erfahrung in der 1. und 2. Bundesliga.

An Position eins spielt beim SC Hot Socks Nils Sporkmann. Der 28-Jährige wird es in den Spitzenpartien teilweise mit erfahrenen Weltranglistenspielern zu tun bekommen. Der Sportwart und zweite Vorsitzende des Mülheimer Klubs, Pascal Tagaz (25), ist an Position zwei gemeldet. Beim Squash wird die Partie an der zweiten Position stets als letztes ausgetragen, so dass in diesen Begegnungen oft noch die Entscheidung über Sieg oder Niederlage fällt.

Insgesamt gehören elf Spieler zum Aufgebot des SC Hot Socks. Da aber an jedem Spieltag nur vier Akteure zum Einsatz kommen, haben die Mülheimer erstmals eine zweite Mannschaft gemeldet. Das Team wird in der Verbandsliga Niederrhein an den Start gehen. Zum Aufgebot gehören Nikolas Bufe, Michael Tagaz, Christian Keller, Karsten Berner, Sebastian Jungbluth und Yannis Senkel.

Zum Saisonauftakt reisen die Mülheimer Squash-Asse am Samstag nach Hamburg. Gastgeber und erster Gegner des SC Hot Socks ist Hanse Squash Hamburg 79. Der letztjährige Zweitligameister nahm den Aufstieg nur aus finanziellen Gründen nicht wahr. Außerdem treffen die Mülheimer auf die Mannschaft des Sporttreffs Aplerbeck aus Dortmund. „An den ersten beiden Spieltagen werden wir sehen, wo wir stehen und in wie weit wir schon mithalten können“, sagt Pascal Tagaz.

Hanse Squash Hamburg ist für ihn auch in diesem Jahr der Favorit. Ansonsten gleicht die zweite Bundesliga einer Wundertüte, was besonders an den drei Zweitvertretungen aus Bremen, Paderborn und Duisburg-Hamborn liegt. Die Mannschaften sind zwar nicht aufstiegsberechtigt, können aber jederzeit auf Spieler aus ihrem Erstligakader zurückgreifen.

Marcel Dronia

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