Undankbare Aufgabe für die HSG Mülheim

Die Schulter macht Probleme: Hinter dem Einsatz von André Baar steht ein Fragezeichen.
Die Schulter macht Probleme: Hinter dem Einsatz von André Baar steht ein Fragezeichen.
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Was wir bereits wissen
Nach dem Erfolg über Spitzenreiter Homberg geht es für den Handball-Verbandsligisten HSG Mülheim ans andere Tabellenende.

Eine undankbare aber gleichzeitig auch lösbare Aufgabe haben die Verbandsliga-Handballer der HSG Mülheim am Samstag vor sich. Nach dem überraschenden Sieg gegen Tabellenführer Homberg geht es nun ans andere Tabellenende zum Schlusslicht SG Dülken. Anwurf in der Halle Ransberg an der Heesstraße ist um 19.15 Uhr.

Die Viersener haben in der vergangenen Saison ihre erste Mannschaft freiwillig aus der Oberliga zurückgezogen und mussten anschließend ein völlig neues Team aufstellen. Dieses hat offenbar kein wirkliches Verbandsliga-Format und liegt seit dem Saisonbeginn mit immer noch null Punkten am Tabellenende. Der direkte Fall in die Landesliga scheint vorprogrammiert.

Die Favoritenfrage stellt sich vor diesem Duell zwischen dem Letzten und dem Vierten also nicht. „Wir müssen natürlich gewinnen. Wir haben ja schließlich den Anspruch, weiterhin vorne dabei zu bleiben“, sagt HSG-Trainer Daniel Hellenbrandt.

Denkzettel schon abgeholt

Für ihn wird das Spiel am Samstagabend zu einer Einstellungsfrage. Der Coach macht sich dahingehend allerdings keine großen Sorgen. Nicht mehr! Denn in Sachen falscher Einstellung hat sich die Spielgemeinschaft in dieser Saison schon ihren Denkzettel abgeholt. Beim aktuellen Drittletzten in Lürrip holte sich die HSG Ende November völlig überraschend die erste Saisonniederlage ab. „Ich denke, dass wir das Spiel in Lürrip als Warnung verstanden haben. Im Vorbeigehen werden wir mit Sicherheit auch in Dülken nicht gewinnen können“, sagt Hellenbrandt.

Während der Coach damals den Fehler machte und zunächst die zweite Reihe aufs Feld schickte, wird diesmal die erste Sieben von Beginn an auf dem Parkett stehen. Ob dazu André Baar gehören wird, ist noch fraglich, denn der Routinier leidet an Schulterproblemen. „Sollte er wirklich nicht werfen können, lasse ich ihn aber wahrscheinlich trotzdem in der Abwehr anfangen“, so Hellenbrandt. Anton Luburic fehlte zwar während dieser Woche berufsbedingt beim Training, zählt aber am Samstag ganz normal zum Kader der Mülheimer.

Unerfahrener Gegner

Trotz der eindeutigen Tabellensituation stellt sich der Mülheimer Trainer auf ein schwieriges Auswärtsspiel ein. „Dülken hat zwar eine unerfahrene Truppe, die vorne aber schnell spielen kann. Die letzten Ergebnisse waren nicht mehr ganz so deutlich wie noch zu Saisonbeginn. Ich glaube, dass sich die Mannschaft im Laufe der Hinrunde etwas weiterentwickelt hat. Es wird auf jeden Fall ein harter Kampf in der Deckung“, so Hellenbrandt.